Das aktuelle Wetter Hagen 9°C
Kunst

Ausstellung zum 80. Geburtstag des Malers Bernhard van der Minde

29.06.2012 | 20:06 Uhr
Ausstellung zum 80. Geburtstag des Malers Bernhard van der Minde
Der Hagener Künstler Bernhard van der Minde stellt ab 1. Juli in der Hagenring-Galerie aus. Der Maler wird in Kürze 80 Jahre alt

Hagen.   Bernhard van der Minde wird in Kürze 80 Jahre alt. Die Hagenring-Galerie widmet ihm eine Ausstellung.

Er ist handfest, nicht abgehoben, ein Praktiker. „Wenn Farbe ­übrig bleibt, mache ich einfach noch ein Kleinformat.“ Sicherlich hängt sein Pragmatismus mit seinem früheren Beruf zusammen: Bernhard van der Minde war bis 1997 als freischaffender Architekt tätig, „ich war im Job immer der ­Planer“.

Nach Hagen kam der in Soest Geborene 1953 zum Studium an der damaligen Ingenieurschule für Bauwesen, 1960 gründete er zusammen mit Manfred Krug das Architekturbüro Krug/van der Minde. Doch er war auch immer Künstler – Maler -- absolvierte Abendkurse an der Werkkunstschule Wuppertal, belegte Kurse an der VHS in Hagen und der Uni Bochum. Dass sich bei ihm Architektur und Malerei durchdringen, sieht man in fast all seinen Werken.

Keine Retrospektive

Bernhard van der Minde wird 80 Jahre alt – in gut zwei Wochen. Grund und „schöne Pflicht“ für die Künstlervereinigung Hagenring, dessen Mitglied er seit fast 55 Jahren ist, eine van-der-Minde-Ausstellung zu organisieren. „Aber keine Retro­spektive, die gab’s zu meinem 70. Geburtstag“, unterstreicht der rüstige Maler. „Ich habe eine Auswahl an Bildern zusammengestellt, die in den letzten sieben Jahren entstanden sind.“

Beim Besuch in seinem Atelier in Helfe präsentiert uns der Künstler Exemplare, die ab Sonntag, 1. Juli, (bis zum 29. Juli) im Hagenring zu sehen sind. Wie das Bild „Spieglein, Spieglein“, ein aktuelles Werk, das geometrische Raster und Gesichter zeigt. Die Verbindung von Abstraktem und Gegenständlichem ist ihm wichtig, was auch ein anderes Motiv, das er in Eilpe präsentiert, unterstreicht: Architektonisch anmutende Muster werden durch flammenartige Gebilde durchbrochen.

Sich Zeit nehmen

„Das Duo“ – zwei in hellem Grün gehaltene Acrylwerke, die sich ergänzen – belegen, dass sich der Schaffende stets Zeit für seine Malerei genommen hat. „Zwischen den beiden Bildern liegen etliche Jahre“, sagt van der Minde.

Wir inspizieren die Wände, die Ecken, den Arbeitstisch. Und der Noch-79-Jährige erzählt. Von seiner Zeit als Architekt, als sein Schwerpunkt im Bereich Planung und Gestaltung von öffentlichen Bauten lag. So hat er u.a. an der Erweiterung des Karl-Ernst-Osthaus-Museums Anfang der 70er Jahre mitgewirkt, am Bau der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule in Boele sowie an Planung und Bau der Hagener Fußgängerzone. Wir blättern durch Reise-Skizzenbücher und inspizieren Landschaftsmotive. Relikte aus einem langen Leben.

Yvonne Hinz



Kommentare
Aus dem Ressort
25-Jährige verscheucht Angreifer mit Tritt in Genitalien
Angriff
Einer Mischung aus Mut, Gegenwehr und Glück hat es eine 25-jährige Frau zu verdanken, dass sie am Mittwoch wohl einer Vergewaltigung entgangen ist. Sie konnte ihrem Angreifer in die Genitalien treten. Die Polizei sucht nun nach dem Täter und bittet um Hinweise.
Neues Ärzte-Team arbeitet eng zusammen
Medizin in Hagen
Seit Anfang Oktober sind die Bereiche Orthopädie und Unfallchirurgie im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) durch eine komplett neue Ärzteriege besetzt
Eine Watschn für die Nord-Politiker
Denkmalschutz
Die Bauabteilung im Hagener Rathaus hat der Bezirksvertretung Nord eine ordentliche Watschn verpasst. Die Mitglieder des Gremiums hätten es nicht ablehnen dürfen, die Turnhalle in der Nöhstraße unter Denkmalschutz zu stellen.
Eröffnung der Rathaus-Galerie wohl erst Mitte November
Rathaus-Galerie
Beim Bummel durch die teileröffnete Rathaus-Galerie wird auf den ersten Blick kaum sichtbar, mit welchem Hochdruck derzeit hinter den Kulissen an der noch mangelhaften Gebäudetechnik montiert wird. „Die Arbeiten gehen zügig voran“, versichert André Haase, Geschäftsführer des Projektentwicklers GEDO.
Museum senkt die Stromrechnung um 60.000 Euro
Einsparung
Fünf Jahre nach Eröffnung des Schumacher-Museums scheint man dem enormen Energieverbrauch im Kunstquartier endlich Herr zu werden. Ein EU-Projekt verspricht ein Einsparpotenzial von 30 Prozent und somit 60.000 Euro jährlich.
Fotos und Videos
WP-Schützenköniginnen
Bildgalerie
Preisverleihung
Eröffnung der Rathaus-Galerie geplatzt
Bildgalerie
Brandschutz
Blick in die neue Galerie
Bildgalerie
Rathaus-Galerie
Phoenix Hagen gegen Bayern München
Bildgalerie
Basketball