Ausgezeichnete Schmiedinnen zeigen ihre Werke Hagen

Lisa Noll und Corinna Heumann (re.) stehen vor ihren Werken im Goldschmiedehaus vom LWL-Freilichtmuseum.
Lisa Noll und Corinna Heumann (re.) stehen vor ihren Werken im Goldschmiedehaus vom LWL-Freilichtmuseum.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Mit großem Erfolg nahm ein Azubi-Trio am Lehrlingswettbewerb „Dick und dünn. Schmuck aus Silber“ teil. Die Werke sind jetzt im Freilichtmuseum zu sehen.

Hagen-Eilpe.. Geduld, Ausdauer, Fingerfertigkeit, ein räumliches Vorstellungsvermögen und zeichnerisches Talent: Die Anforderungen an den Beruf des Gold- und Silberschmieds sind vielschichtig. Und Talent ist auch ein Stück weit nötig. Davon haben Lisa Noll (23),

Corinna Heumann (28) und Anika Kuhlmann (23) sicherlich mehr als andere ihrer Zunft. Nicht umsonst sind die drei Azubis für ihre Schmuckwerke vom Förderverein eines Essener Berufskollegs, an dem die jungen Nachwuchsschmiede unterrichtet werden, ausgezeichnet worden. Zusammen mit 123 weiteren Auszubildenden nahm das Trio am Lehrlingswettbewerb „Dick und dünn. Schmuck aus Silber“ teil. Die Werke sind bis Ende August im Goldschmiedehaus des Freilichtmuseums zu sehen.

Junge Künstler haben die Wahl

Dabei stand es den jungen Künstlern offen, ob sie eine praktische Arbeit, die sich in irgendeiner Form mit dick und dünn befasst, einreichen oder lediglich eine Zeichnung ihrer Ideen verfassen wollten.

Die drei Mädels entschieden sich dazu, eine praktische Arbeit zu erstellen. Die Kölnerin Corinna Heumann, die in Dinslaken im dritten und damit letzten Lehrjahr ist, gewann in ihrem Lehrjahr – der Oberstufe – den ersten Preis für einen kinetischen Ring. Genauso erfolgreich war die Coesfelderin Anika Kuhlmann, die mit ihrem silbernen Halsschmuck die Wettbewerbsjury überzeugen konnte. Und auch Lisa Noll ging nicht leer aus. Auch wenn die Oberhausenerin für ihren gefertigten Ring nur eine Belobigung erhielt. Zwar ohne Preis, dafür aber mit viel Freude fertigte die Dortmunderin Josephine Schlüter (23) ihren magnetischen Turmalinanhänger mit ausfächerbaren Seitenteilen an. „Das war einfach ein Geistesblitz. Ich fand die Mechanik mit den Magneten sehr interessant“, erklärte die Dortmunderin, wie sie auf die Idee gekommen war. Natürlich ist die Ausstellung auch für das Freilichtmuseum ein Gewinn. „Unsere Besucher können so das Handwerk der Künstler besichtigen und dabei auch die Arbeit in unserer Goldschmiede bestaunen“, freute sich Uta Wenning-Kuschel, die Pressesprecherin des Museums.