Aus der Hagener Garage auf dem Weg zum Marktführer

Holoco (holografic communication) erweckt Produkte wie etwa einen Deo-Roller durch bewegte Bilder zum Leben.
Holoco (holografic communication) erweckt Produkte wie etwa einen Deo-Roller durch bewegte Bilder zum Leben.
Foto: Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Mit holografisch animierten Darstellungen aus dem Lennetal sorgt die Firma „Holoco“ dafür, dass der Absatz von beworbenen Produkten sprungartig ansteigt.

Hagen.. Es mag ein wenig klischeehaft klingen, doch die Idee zu ihrem Produkt hatten Martin Rupp und Lukas Jablonski vor zwei Jahren in der Garage. Mittlerweile hat das Duo zusammen mit Rouven Sabellek, ein innovatives und junges Unternehmen im Lennetal gegründet. „Wir fühlen uns als visuelle Revolution für den Fachhandel“, sagt Geschäftsführer Rupp stolz. „Holografisches Display“ nennt sich ihr Produkt.

Holoco lässt Produkte neu aufleben

Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Im Wesentlichen lässt Holoco (holografic communication) – so ihr Firmenname – Produkte jeglicher Art, wie etwa einen Deo-Roller, „durch bewegte Bilder zum Leben erwecken“, wie es Rupp formuliert. In einem Gehäuse befindet sich ein kleiner Monitor, auf dem ein Film abgespielt wird. Diese 3D-Animation „fällt“ auf eine speziell angefertigte Scheibe und spiegelt sich dort um 90 Grad – und erscheint so für den Betrachter auf oder neben dem realen Produkt, das in dem Gehäuse platziert ist.

Aus heiterem Himmel ist Rupp die Idee allerdings nicht gekommen. Vor der Gründung im Januar arbeitete er bereits in der Handelsmarketing-Branche. „Viele Unternehmen haben das Problem, dass sie für ihre Produkte zu wenig Aufmerksamkeit erhalten“, erkannte Martin Rupp eine Nische. Und wagte den Schritt, ein eigenes Unternehmen im Lennetal aufzubauen.

Hagener Unternehmen hat Patent auf die Marke

So wurde aus einer Garagen-Idee ein Marktführer. Die Konkurrenz auf ihrem Gebiet ist übersichtlich, weltweit produzieren nur zwei weitere Unternehmen, ein belgisches und ein dänisches, diese speziellen Animationen. Um ihr Produkt zu sichern, hat das junge Hagener Unternehmen ihre Marke patentrechtlich schützen lassen. Mit Erfolg. Seit ihrer Gründung vor einem knappen halben Jahr haben Rupp, Jablonski und Sabellek bereits um die 150 Displays verkauft. Zu Holocos Kunden gehören Großunternehmen wie Gillet (Rasierer), Philips (Staubsauger), Orthomol (Nahrungsergänzungsmittel) oder Varta (Batterien).

Absatzsteigerungen von 200 bis 300 Prozent

Und die profitieren von den Volmestädtern. „Durch unser Produkt schaffen wir Absatzsteigerungen bei unseren Kunden von 200 bis 300 Prozent“, weiß Rupp um die Wirkung der holographischen Displays. Einen Marktvorteil zu den beiden Konkurrenten sehen die Drei in ihrer kostengünstigen Produktion. „Unsere Kunden können einen Holoco ab 600 Euro kaufen, damit liegen wir deutlich günstiger.“

Preise abgesahnt

Preise haben sie damit auch schon abgesahnt. Im November letzten Jahres gewannen die Hagener beim Superstar-Award, einem der wichtigsten Auszeichnungen in der Display-Branche, gleich zweimal Gold. Für einen weiteren Preis sind sie in diesem Jahr nominiert. „Natürlich sind diese Auszeichnungen schön“, verrät Rupp, „uns ist aber genauso wichtig, dass wir von unseren Kunden ein positives Feedback erhalten.“ Das ist den Hagenern sicher. Denn ihr Produkt begeistert und kurbelt gleichzeitig den Absatz an.