Aus dem Auswanderer- ist ein Einwandererland geworden

Hagen..  Deutschland war im 19. Jahrhundert ein Auswandererland. Von Bremerhaven aus schifften sich hunderttausende Menschen Richtung USA ein, um in Freiheit leben und sich eine Existenz aufbauen zu können. Darauf aufmerksam machen möchte das Hagener Europe Direct Büro mit einer Studienfahrt, die vom 14. bis 16. Mai nach Bremen und Bremerhaven führt und bei der u.a. das dortige Auswandererhaus aufgesucht wird. „Das Thema Migration liegt uns am Herzen“, so Sozialdezernentin Margarita Kaufmann. „Es bildet einen der zentrale Aspekte unserer Europawochen.“

Die Europawochen, in deren Rahmen die Studienfahrt angeboten wird, bieten vom 2. bis 22. Mai viele Möglichkeiten, sich über Europa und die Europäische Union zu informieren. Politische Veranstaltungen stehen ebenso auf der Agenda wie eine Weinprobe, das Hasper Europafest sowie Angebote für Kinder und Jugendliche.

Fördermittel aus Brüssel

Denn auch Hagen profitiert – etwa beim Projekt Soziale Stadt Wehringhausen – von Fördermitteln aus Brüssel. „Ohne Unterstützung seitens der EU wären viele Dinge bei uns gar nicht zu verwirklichen“, so Sabine Krink vom Europe Direct Büro. Auch Schüler der Höheren Handelsschule (Kaufmannsschule II) haben sich mit dem Schwerpunktthema Migration befasst und ein Plakat entworfen, das demnächst an alle Hagener Schulen versandt werden soll. Es zeigt die Hagener Eiche im Reigen der EU-Sterne, umgeben von menschlichen Händen, die das Emblem behutsam umschmiegen. „Unser Entwurf soll Wärme und Mitgefühl ausstrahlen“, berichtet Dilan Babacan (17): „Die Hand ist doch ein beschützendes Zeichen.“ In diesem Sinne solle Europa den Menschen, die um Aufnahme bitten, Schutz gewähren.