Auch Osthaus-Museum am Projekt „China 8“ beteiligt

Museumsdirektor Tayfun Belgin hat die China-8-Ausstellung für das Hagener Haus kuratiert. .
Museumsdirektor Tayfun Belgin hat die China-8-Ausstellung für das Hagener Haus kuratiert. .
Foto: Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Auch das Osthaus-Museum in Hagen beteiligt sich am Mega-Projekt „China 8“, an dem insgesamt neun Rhein-und-Ruhr-Museen mit im Boot sitzen.

Hagen-Mitte.. Es ist ein Mega-Projekt, an dem sich acht Städte an Rhein und Ruhr mit neun Museen und 120 Künstler mit 500 Kunstwerken beteiligen: „China 8“ heißt die Ausstellung, die zeitgenössische Kunst aus China in unsere Region bringt. Und Hagen mit dem Osthaus-Museum ist einer der Akteure, die von Mai bis September asiatische Kunst präsentieren.

„An dem Projekt arbeiten wir seit eineinhalb Jahren“, erklärt Tayfun Belgin. Mit „wir“ spielt der Direktor des Osthaus-Museums auf die übrigen Projektkuratoren sowie Walter Smerling, den Sprecher des Kuratoriums und Direktor des Museums Küpppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg, der die künstlerische Gesamtverantwortung trägt, an.

Konkret: Zeitgleich zeigen die beteiligten Museen (u.a. NRW-Forum Düsseldorf, Folkwang-Museum Essen und Kunsthalle Recklinghausen) Kunst aus China. Im Osthaus-Museum werden in knapp einem Monat etwa 50 Arbeiten, die zehn chinesische Künstler geschaffen haben, ausgestellt. „Auf meiner Reise nach Peking im ­Dezember 2013 habe ich ­einige chinesische Künstler getroffen und etliche Ateliers besucht“, blickt Tayfun ­Belgin zurück. Die dort geknüpften Kontakte werden nun in Hagen sichtbar – im Kunstquartier. „Wir be­stücken den kompletten ­Altbau des Osthaus-Museums, auch die Räumlichkeiten des jungen Museums stellen wir bereit“, so der ­Museumsleiter. Dreidimensionale Objekte, die viel Raum einnehmen und eine besondere Umgebung benötigen, werden präsentiert.

Idee basiert auf „Ruhr 2010“

Zum Hintergrund von ­„China 8“: Das Europäische Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 war ein wichtiger Meilenstein für die überregionale Wahrnehmung des Ruhrgebiets als reiche Kulturlandschaft. Im Sinne der Nachhaltigkeit entschlossen sich Museen aus der Region, ein internationales Ausstellungsprojekt zu organisieren. Der kulturelle Dialog zu China wurde aufgebaut, da China – genau wie die Metropole Ruhr – einen enormen Strukturwandel durchlebt.

Die zentrale „China 8“-Eröffnungsfeier mit Bundesminister Sigmar Gabriel findet am 13. Mai in Duisburg statt, die Vernissage im Osthaus-Museum am Samstag, 16. Mai, um 16 Uhr.