Auch mit 90 Jahren vital und (finanz-)stark

Die Führungskräfte der Volksbank Hohenlimburg.
Die Führungskräfte der Volksbank Hohenlimburg.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Der 10. Januar 1925, ein Sonntag, war für Hohenlimburg ein bedeutsamer Tag. Da trafen sich sieben Hohenlimburger Bürger in einer Gaststätte, um eine Entscheidung zu fällen, die neun Jahrzehnte das wirtschaftliche und auch das soziale Leben unterm Schlossberg entscheidend geprägt hat: Sie entschieden, ein Geldinstitut zu gründen. Und weil dieses volksnah sein sollte, eine Volksbank.

Zartes Pflänzchen wird zum Baum

Die Gründungsväter würden sich freuen, wenn sie die positive Entwicklung ihrer Idee noch miterleben könnten. Aus einem kleinen Pflänzchen ist ein Baum gewachsen, der sich auch in für Banken immer schwieriger werdenden Zeiten als standfest und witterungsbeständig erweist und dem Sturm, der in den zurückliegenden Jahren über die Bankenlandschaft hinweggefegt ist und tiefe Schneisen hinterließ, widerstanden hat.

Nicht nur deshalb zeigten sich die beiden Direktoren, Klaus-Martin Kesper und Paul Krampe, stellvertretend für jene Führungspersönlichkeiten, die in neun Jahrzehnten die Geschicke der im Jahr 2015 einzigen selbstständigen Bank Hohenlimburgs bestimmt haben, stolz auf jene Leistungen, die seit dem 10. Januar 1925 erbracht worden sind. Einst an der Herrenstraße; seit den 60er Jahren u.a. an der Preinstraße / Grünrockstraße und auch in den Filialen in Elsey, Wiblingwerde, Holthausen und Berchum.

Bestandsschutz für die Filialen

Dass das in Zukunft so bleiben soll und die kleinen Filialen außerhalb von Hohenlimburg und Elsey weiterhin Bestand haben werden, daran ließen beim gestrigen Pressegespräch die beiden Direktoren keine Zweifel aufkommen. Ein Grund dafür ist auch das einmal mehr als beachtliche Ergebnis, welches das Volksbank-Team im zurückliegenden Geschäftsjahr erwirtschaftet hat. „Das Jahr 2014 war ein weiteres gutes Jahr“, betonte Klaus-Martin Kesper, „es schließt sich, wie auf einer Perlenkette aufgezogen, eindrucksvoll an die zurückliegenden Erfolgsjahre an.“ Deshalb gaben die Prüfer des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken der Volksbank Hohenlimburg die Bestnote A++. „Ein solches Ergebnis ist einzigartig in einem Radius von 50 Kilometern“, versicherte Paul Krampe.

Dabei waren die Voraussetzungen dafür, angesichts der allgemeinen Niedrigzinspolitik und der überbordenden Auflagen, nicht mehr so günstig wie vor einigen Jahren. „Die Regulatorik in unserer Branche erfüllt uns mit Sorge. Kleine prüfbare Banken werden mit immer umfangreicheren Prüfgebieten über die Maßen gefordert. Größere Banken, auch teilverstaatlichte Institute, dürfen mit Hilfe von Steuergeldern unverändert agieren“, kommentiert Paul Krampe die aktuelle Situation.

Doch durch ein verantwortungsvolles Handeln und somit einem angemessenen Umgang mit den Ressourcen der Bank konnten unterm Schlossberg die Gesamtaufwendungen für Personal- und Sachkosten stabil gehalten werden.