„Auch in Hagen kann man Party machen“

Max Ruhwedel (links) und Robin Höher laden am Samstag aufs Elbersgelände ein. Im Bild fehlt Timo Höher.
Max Ruhwedel (links) und Robin Höher laden am Samstag aufs Elbersgelände ein. Im Bild fehlt Timo Höher.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Vor 14 Jahren haben Max Ruhwedel (35), Timo Höher (35) und dessen Bruder Robin Höher (33) begonnen, die Ausgeh-Szene in Hagen aufzumöbeln. Am Ostersamstag veranstaltet das Trio „Disco Deluxe“ ein besonderes Event auf dem Elbers-Gelände.

Hagen-Mitte.. Die Jungs von damals sind erwachsen geworden. „Doch Party machen wir noch immer“, ­sagen Max, Robin und Timo. Die mittlerweile Mittdreißiger sind heute etabliert, in bürgerlichen Berufen gelandet, aber immer auch noch als Veranstalter aktiv. Wie am Ostersamstag auf dem Elbersgelände, wenn die etwas andere „Disco Deluxe Clubnacht“ steigt. Dazu später mehr . . .

Vor 14 Jahren haben Max Ruhwedel (35), Timo Höher (35) und dessen Bruder Robin Höher (33) begonnen, die Hagener Ausgeh-Szene aufzumöbeln. „Damals waren wir Anfang 20 und es gab im Bereich organisierter Feiern nicht viel. Wir haben die erste Housemusic-Party veranstaltet – als Trio Disco Deluxe in Luciano’s Bar im Cinestar-Komplex“, blickt Max Ruhwedel zurück.

Spaß am Plattenauflegen für sich entdeckt

Luciano’s Bar gibt’s schon lange nicht mehr, anders als Disco ­Deluxe. „Deshalb hören wir auch nicht gern, dass in Hagen heute ja überhaupt nichts mehr los sei und dass man in größere Nachbarstädte fahren müsse, um was zu erleben“, ärgern sich die Freunde.

Apropos Freunde: Max und Timo haben sich als sechsjährige Jungs kennengelernt, der kleine Bruder Robin durfte mitspielen. Die drei Hasper Jungs sind in der gleichen Straße aufgewachsen – im Bremkerweg. Irgendwann entdeckten sie den Spaß am Musikmachen, „aber nicht am Erlernen eines Instrumentes, sondern am Platten auflegen“, unterstreicht Max Ruhwedel. Die Musikrichtung, die ihnen besonders gefiel, stand früh fest: Housemusic.

Die Hagener machten sich als Party-Macher und DJ-Trio einen Namen – und sind noch heute angesagte Event-Planer.

Hip Hop und Rap boomt seit Jahren

Auf eine Doppel-Fete am Ostersamstag freuen sich die Mittdreißiger besonders: Zum ersten Mal veranstalten sie eine Party an zwei Locations. „Wir haben Gespräche geführt mit den Betreibern des Feuervogels 2.0 und mit dem Chef des Essence – und dann die Sache klar gemacht“, erzählen die Freunde. In beiden Gastro-Betrieben geht es übermorgen um 23 Uhr los. Man bezahlt einmal Eintritt und kann beide Kneipen besuchen. Im Feuervogel 2.0 legt u.a. der bekannte Housemusic-DJ Phil Fuldner auf, „er ist unser Lieblings-DJ“, betonen die Partymacher, die Fuldner schon häufig zu Gast auf ihren Feten ­hatten.

Mit Housemusic, also rein elek­tronischer Musik, die Hütte voll zu bekommen, sei heute nicht mehr so leicht wie vor zehn oder 15 Jahren, berichtet das Trio. Da allerdings Hip-Hop seit ein paar Jahren boomt, haben sie die Richtungen Hip-Hop und Rap in ihr Repertoire aufgenommen. Auch am Samstag, wenn in der Cocktailbar Essence u.a. DJ Denyo Hip-Hop-Musik auflegt. Außerdem wird er kleine Live-Rap-Einlagen einstreuen.

Denyo wurde in den 90ern in der Bandformation „Absolute Beginner“, mit der er mehrere Scheiben veröffentlichte, bekannt. Nach drei Alben mit den „Beginners“ steht er seit fünf Jahren auch als Solokünstler beim Label der Fantastischen Vier unter Vertrag. Insgesamt stehen am Samstag auf dem Elbersgelände acht DJs bis in den frühen Morgen an den Turntables.

Es gibt keinen Kartenvorverkauf. Tickets gibt es ausschließlich an der Abendkasse im Feuervogel 2.0 bzw. im Essence. Der Eintritt beträgt 10 Euro.