„Arche Noah“ geht neue Wege

Letmathe..  Der Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde Letmathe, die Arche Noah, soll jünger werden. Mehrere Eltern haben in letzter Zeit den Wunsch geäußert, auch ihre unter zweijährigen Kinder (U2) in die Obhut des Familienzentrum an der Friedensstraße geben zu können.

„Jetzt wollen wir umbauen und Plätze für zehn Kleinkinder schaffen“, sagte Kindergartenleiter Werner Kötteritz. Zwölf U3-Kinder, die in zwei 20er Gruppe integriert seien, kämen bereits täglich, eine echte Krippe soll es dann ab August 2016 geben. Ein Fragezeichen gibt es noch beim Blick auf die Finanzierung. Kötteritz geht davon aus, dass sich die Kosten im fünfstelligen Bereich bewegen werden. Unklar ist, wer welchen Teil stemmen muss und wie hoch die Belastungen für die Gemeinde sind. Kötteritz: „Grundsätzlich gibt es Bundesmittel für den U2-Ausbau, aber wir sind relativ spät dran, der Topf ist schon gut geleert.“ Ein Zuschuss-Antrag ist beim Jugendamt der Stadt eingegangen. Ab Mitte März wird im Rathaus mit einem Bescheid gerechnet.

Für die Erweiterung um eine Krippe wird es bauliche Veränderungen geben, die sich aber größtenteils auf den Innenbereich des Kindergartens beschränken. Von außen sei nur eine neue Fluchttreppe sichtbar, so Kötteritz. Wahrscheinlich ließe sich die Krippe auch schneller umsetzen, „aber es kann nur gebaut werden, wenn der Kindergarten geschlossen ist“. Neue Arbeitsplätze wird es in der Arche Noah nach derzeitigem Stand wohl nicht geben. Zweieinhalb Fachkraft-Stellen sind für die Betreuung der Kleinsten vorgesehen, Kötteritz plant diese mit dem vorhandenen Personal zu besetzen.