"Arbeit mit Jon Lord ist uns eine Ehre"
31.01.2008 | 17:34 Uhr 2008-01-31T17:34:00+0100Keine Frage: Für das Philharmonische Orchester der Stadt Hagen ist diese Zusammenarbeit große Ehre und Auszeichnung zugleich: Am 15. Februar gastiert es mit Jon Lord, dem Kopf der Rocklegende „Deep Purple” in der bereits ausverkauften Stadthalle.
„Wir freuen uns unglaublich auf dieses Konzert”, sagt Generalmusikdirektor (GMD) Anthony Hermus. Das Orchester feiert in der Spielzeit 2008/09 seinen 100. Geburtstag. Grund genug, sich mit spektakulären Konzerten noch tiefer in der Hagener Bevölkerung zu verankern. So standen unter anderem erfolgreiche Auftritte mit „ Extrabreit” auf dem Programm. Möglich machte die Zusammenarbeit mit Jon Lord auch das Sponsoring der Märkischen Bank. „Ich freue mich sehr, das Projekt moralisch und finanziell unterstützen zu können, da uns die Ermöglichung des Vorhabens sehr wichtig ist”, meint deren Vorstandsvorsitzender Hermann Backhaus.
Spätestens seit „Deep Purple” 1969 mit dem „Concerto for Group and Orchestra” die musikalische Welt verblüffte, war bewiesen: Rock und Klassik - das geht auch zusammen. Unter der Federführung Jon Lords sorgten die englischen Hardrocker für einen wahren Boom. Bands wie „Emerson, Lake and Palmer” oder Hermus niederländische Landsleute „Exeption” folgten „Deep Purple”. Selbst das renommierte „London Symphony Orchestra” gab Konzerte mit Jon Lord. Der Meister wird persönlich in Hagen erscheinen, so Hermus. Persönliche Kontakte zur Band „Dead Composers Rocking Society” - sie steuert das Rockelement bei - machten die Zusammenarbeit mit Jon Lord möglich, so Orchester-Koordinatorin Antje Haury. Die Arrangements sind geklärt, ab 12. Februar wird geprobt. Wichtig werde das Lautstärkeverhältnis zwischen Band und Orchester sein. „Natürlich können wir auch laut, aber gegen ein Schlagzeug kommen unsere Violinen nicht an”, lacht der in Hagen beliebte GMD Hermus. Die Streichinstrumente werden daher mit Tonabnehmern versehen. Schließlich stellt Jon Lord höchste Qualitätsansprüche an sich und an das Orchester. Ton- oder Videoaufzeichnungen des Gastspiels wird es jedoch nicht geben - zu aufwändig. Hermus bedankte sich für „die Sympathiewelle, die uns aus allen Bevölkerungsschichten entgegenschlägt”. Für Hermann Backhaus ist dies jedoch gerade mit der Person Hermus verbunden. Das Konzert am 15. Februar ist ausverkauft, für die Generalprobe am 14. Februar sind Karten für 17.50 Euro (Theater/Stadthalle) erhältlich. 100 Karten gehen darüber hinaus an die JVA Iserlohn. Mit dieser Aktion unterstreicht das Orchester seine soziale Verantwortung in der Region.
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