App für Vertretungen auf Eis gelegt

Höing..  Die von Jobin Strunk (17) entwickelte Vertretungs-App des Theodor-Heuss-Gymnasiums wurde von der Bezirksregierung vorerst auf Eis gelegt. Die Arnsberger Behörde meldete aus datenschutzrechtlichen Gründen Bedenken gegen eine Nutzung des Programms an, das über aktuelle Veränderungen des Stundenplans informiert. „Nun müssen wir nachbessern“, sieht Hermann Kruse, stellvertretender Leiter am THG, darin kein Drama.

Stets aktuell

Die auf jedem Smartphone abrufbare Vertretungs-App dient dazu, den Schulalltag straffer zu organisieren. Erkrankt ein Lehrer kurzfristig und meldet sich morgens rechtzeitig im Sekretariat ab, kann Kruse mit dieser Mitteilung umgehend die App aktua­lisieren und damit alle Kollegen, Schüler und Eltern auf den neuesten Stand bringen. So erfahren die Schüler, ob und welche Stunden ausfallen und ob Vertretungsunterricht stattfindet, die Lehrer können morgens schon sehen, ob sie Vertretungsstunden für den erkrankten Kollegen übernehmen und eventuell Unterrichtsmaterial herbeischaffen müssen.

Veränderungen grau markiert

Veränderungen auf dem Stundenplan werden grau markiert und sind damit leicht erkennbar. „Zeitmanagement wird ja heutzutage immer wichtiger“, so Jobin Strunk, Schüler der Qualifikationsphase 1 (Jahrgang 11), über seine Entwicklung. Seine App hat er so programmiert, dass sie Schülern auch die Möglichkeit bietet, Klausurtage und andere wichtige Schultermine (beispielsweise Abifeiern, Freizeiten, Wandertage) einzutragen.

Technisch funktioniert alles

Die technische Umsetzung funktioniert bereits, die App ist startklar. Doch obwohl der Zugang Passwort-geschützt und nur Lehrern und Schülern des Gymnasiums zugänglich ist, darf das Programm erst dann ins Internet gestellt werden, wenn weitere Vorschriften Beachtung finden. So müssen alle 60 THG-Lehrer schriftlich ihr Einverständnis erklären, dass sie mit der Veröffentlichung ihres Namens oder Namenskürzels einverstanden sind. Kruse setzt derzeit ein entsprechendes Schreiben auf: „Ich glaube, die meisten Kollegen werden unterschreiben. Es waren ja alle begeistert, als Robin die App auf einer Konferenz vorgestellt hat.“ Der stellvertretende Schulleiter hat sich auch mit dem Amt des Landesdatenbeauftragten in Verbindung gesetzt, um auf der sicheren Seite zu sein, wenn die App demnächst ins Internet gestellt wird.