Anglizismen

Die Liebe der Deutschen, besonders der jüngeren Generation, zu Anglizismen scheint unendlich. Wenn Leute aber jede Redewendung verenglischen, kann das auch sehr lustig werden. Beispielsweise führen in ihrem Buch „Denglish for Better Knowers“ (Englisch für Besserwisser) Adam Fletcher und Paul Hawkins sehr unterhaltsam durch den Irrsinn der deutschen Sprache.

Zu mir sagte jemand kürzlich: „I make me me nothing you nothing out of the dust!“ Ich denke, was will der jetzt von mir. Aber eigentlich brauchte ich alles nur wörtlich übersetzen. Und so hat er gesagt: „Ich mache mich mir nichts dir nichts aus dem Staub!“ Ob das wohl ein Engländer verstanden hätte? Ich glaube eher nicht...

In dem Buch „Denglish for Better Knowers“ werden Handschuhe zu „hand shoes“, Geheimratsecken zu „secret advice corners“ sowie der Feierabend zum „party evening“. Das Deutsche und seine Eigenarten werden hier auf die Schippe genommen, also quasi „on the shovel getaked“. Da kann ich nur sagen „I think, i spider“ – Ich glaub, ich spinne!

Auch einige hochrangige deutsche Politiker, die der englischen Sprache nicht so sehr mächtig waren, haben es versucht, Redensarten von der deutschen Sprache eins zu eins ins Englische zu übersetzen. Da hat schon der ein oder andere englische oder amerikanische Politiker doof geguckt, denn mit „Don’t pour oil in the fire“ – Gießen Sie kein Öl ins Feuer – konnten sie nicht wirklich etwas anfangen.

In diesem Sinne – „I understand only train station“ – Ich verstehe nur Bahnhof.