Andrea und Frank Milius zieht es an die Nordsee
31.01.2012 | 16:41 Uhr 2012-01-31T16:41:00+0100
Eilpe.Ein längerer Leerstand würde der Wippermann-Passage nicht gut zu Gesicht stehen. Und dem sowieso gebeutelten Stadtteil Eilpe ebenfalls nicht. Die Rede ist vom Restaurant Milius, dessen Räumlichkeiten ab Mitte März zur Neuverpachtung anstehen.
Zehn Jahre war das Ehepaar Milius in der Eilper Straße 71 mit dem gleichnamigen Restaurant in der modern umgestalteten historischen Fabrikanlage beheimatet. Nun läuft der Pachtvertrag aus, und das aus der Nähe von Göttingen stammende Gastro-Paar möchte sich neuen Herausforderungen stellen. „Wir haben unser Restaurant über ein Jahrzehnt durch Höhen und Tiefen erfolgreich geführt und hinterlassen in Hagen einen guten Namen“, unterstreicht Frank Milius, der noch bis Mitte März in der Küche klassische wie ausgefallene Gerichte zubereitet.
Andrea und Frank Milius werden ab Frühling in einem kleinen Hotel-Restaurant auf der Nordsee-Insel Föhr arbeiten. „Als stellvertretender Geschäftsführer leite ich - mit Unterstützung meiner Frau - ein Vier-Sterne-Restaurant. Das Vorbetreiber-Paar hat sich aus Altersgründen zur Ruhe gesetzt“, erläutert Frank Milius. Im sicheren Angestelltenverhältnis wolle man das friesische Inselleben erst einmal kennenlernen.
Keine häufigen Mieterwechsel
„Wir hoffen, einen adäquaten Nachmieter zu finden, um die Vielfältigkeit im Hagener Gastronomiebereich zu erhalten und dem Stadtteil Eilpe wieder ein Restaurant zu bescheren, in dem gehobene, ideenreiche, frische Küche geboten wird“, betont Erwin Sommer. Der Hagener Architekt hat die Passage, die zu Wippermann, einem mittelständischen Unternehmen der stahlverarbeitenden Industrie gehört, vor 15 Jahren kernsaniert. „Seitdem hänge ich mit Herzblut an dem Objekt, in dem sich unter anderem auch das Historische Centrum, das Stadtarchiv, die Galerie Hagenring sowie Arzt- und Rechtsanwaltspraxen befinden“, sagt Erwin Sommer. Die Wippermann-Passage sei nicht durch häufige Mieterwechsel gekennzeichnet, „etliche Mieter fühlen sich hier seit Jahren gut aufgehoben“.
Vor 15 Jahren eröffnete in der damals frisch eingeweihten Passage eine griechische Taverne, später führten die Löscher-Brüder das Restaurant mit gehobener Küche. Für kurze Zeit mutierte der Gastro-Betrieb dann zur stylischen Cocktail-Lounge.
Westfälischer Gastronomiepreis
Das Ehepaar Milius, das früher in Stuttgart gastronomisch tätig war, übernahm Anfang 2002 die knapp 300 Quadratmeter großen Räumlichkeiten in Eilpe. „Das Ehepaar Milius hat nicht nur den Westfälischen Gastronomiepreis erhalten, das Restaurant ist auch im Schlemmeratlas aufgeführt“, betont Erwin Sommer. „Und neben dem Restaurant Dresel in Rummenohl ist ,Milius’ das einzige Hagener Haus, das im Guide Michelin 2011 zu finden ist.“
Das moderne Restaurant hat 60 Sitzplätze sowie 100 Plätze im Bankett-Bereich und verfügt über einen überdachten Innenhof. Wer sich für das Objekt interessiert, kann Kontakt zur Firma Wippermann (gf@wippermann.com) aufnehmen.
17:04
Kann Fam. Milius nicht auch die andere freundliche Dame aus der Wippermann-Passage mit auf die Insel nehmen? Dann spart der Steuerzahler in Hagen viel Geld.
15:47
Ich bin der Meinung für Hagen ist es ein großer Verlust, wenn das Restaurant Milius schließt. Die Speisen waren immer sehr gut und lecker.
Über die Freundlichkeit kann man streiten, ich finde die spröde Freundlichkeit von Frau Milius immer sehr angenehm. Sie ist Ihrem Stil wenigstens treu.
Wenn sie spröde Freundlichkeit in einer Gastronomie haben wird der Gast nicht wiederkommen. Spröde Freundlichkeit gehört auf den Bau.
Zitat Wikipedia :
Von Sprödigkeit spricht man auch als einer Charaktereigenschaft von Menschen („Er oder sie ist spröde“). Darunter wird ein Mensch verstanden, der nicht leicht zugänglich ist, der kommunikativ oder emotional nicht besonders aufgeschlossen ist. Die Verformbarkeit des Materials wird also auf eine Person und ihre kommunikative und emotionale Anpassungsfähigkeit übertragen. Eine spröde Person ist „zu hart, zu unflexibel“ für einen intensiven Austausch von Worten, Gedanken oder Gefühlen.
@ lale 9 ....
Hoffe das ist es was sie meinten ?
12:19
@ loddenkötter
Bei der freundlichkeit muß ich ihnen Recht geben. Im Laden war es ja noch erträglich . Auf der Straße war es dann totale Ignoranz .
Dann bin ich nicht mehr hingegangen.
Sollen sie sehen wie sie damit auf der Insel weiterkommen !!!
Dort wird ihnen Freundlichkeit und Grüßen schon beigebracht.
Für Hagen kein großer Verlust.
08:52
Mal wieder typisch Hagen. Es müsste doch schon längere Zeit bekannt sein dass das Pächterpaar den Vertrag nicht verlängert und man sucht erst jetzt einen Nachfolger.
Außerdem hat m. E. die Freundlichkeit der Herrschaften etwas zu wünschen übrig gelassen.