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An 33 Tagen im Jahr zu hohe Feinstaub-Belastung in Hagen

08.11.2012 | 16:00 Uhr
An 33 Tagen im Jahr zu hohe Feinstaub-Belastung in Hagen
Dicke Luft in der Hagener Innenstadt: An 33 Tagen wurde die Feinstaubbelastung überschritten.Foto: Theo Heimann/ddp

Hagen.   33-mal wurde der zulässige Feinstaubgrenzwert in diesem Jahr in Hagen überschritten. An 35 Tagen ist das erlaubt. Jetzt drohen empfindliche Strafzahlungen. Falls die Stadt die Feinstaubproblematik wirklich nicht in den Griff bekommt und die Europäische Union Anklage erhebt, wird es teuer.

Der zulässige Feinstaubwert in der Hagener Innenstadt wurde in diesem Jahr bereits an 33 Tagen überschritten. Auf die Stadt könnten damit empfindliche Strafen zukommen, denn laut Richtlinie der Europäischen Union darf der Wert an maximal 35 Tagen überschritten werden. Geschieht dies häufiger, droht ein Vertragsverletzungsverfahren. Entsprechendes gilt für die Luftbelastung mit Stickstoffdioxid.

„Entwicklung dramatisch“

„Die Entwicklung ist dramatisch“, fasste Fred Weber vom Umweltamt die Situation zusammen. Steigt der Feinstaubwert in diesem Jahr an drei weiteren Tagen über die erlaubte Grenze von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, sind Sanktionen seitens der EU zu erwarten. „Es wird langsam knapp“, so Weber. Allerdings wird ein endgültiges Ergebnis erst im März vorliegen, denn die gemessenen Werte müssen noch kalibriert werden.

Bereits 2011 gab es 44 Überschreitungstage in Hagen, obwohl der Grenzwert seinerzeit noch bei 75 Mikrogramm lag. Dass die 35-Tage-Grenze in diesem Jahr nicht längst überschritten wurde, liegt auch an dem relativ regenreichen, kühlen Sommer, der einen Anstieg der Werte verhindert haben dürfte. Denn die Feinstaubbelastung ist in der Regel an trockenen, windstillen Tagen am höchsten.

Umweltzone erst Mitte 2014 voll entfaltet

In der Vergangenheit hat die Stadt Hagen mehrere Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung ergriffen. Dazu zählt die Umweltzone , die ihre volle Wirkung erst Mitte 2014 entfaltet, wenn nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette die Innenstadt befahren dürfen. Die Busflotte der Straßenbahn wurde größtenteils auf umweltfreundliche Antriebe umgerüstet, auch Tempo-30-Zonen sollen den Ausstoß zu drosseln.

Erst 2014 kommt die grüne Plakette in Hagen voll zur Wirkung.Foto: Knut Vahlensieck

Vor allem aber soll das ebenso komplizierte wie umstrittene Lkw-Routenkonzept zu einer Reduzierung der Schadstoffbelastung beitragen. An Tagen mit hohen Schadstoffwerten untersagen umklappbare Verkehrsschilder Lastwagenfahrern die Durchfahrt durch die Innenstadt. Eine Messanlage in Höhe des Finanzamtes, die seit Ende Oktober scharf geschaltet ist, erfasst Trucker , die sich nicht an das Verbot halten. Sie werden künftig mit 15 Euro zur Kasse gebeten. Im Testbetrieb brausten an drei Tagen 578 Lkw durch die Kontrolle.

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    Seite 2: Nur die Bewohner der Innenstadt profitieren vom Routenkonzept

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Kommentare
09.11.2012
11:05
Wenn Ideologen gegen Fakten immun sind
von argus69 | #12

Hört doch endlich auf mit der ewigen Feinstaubpropaganda, denn diese macht kränker als der Feinstaub selbst. Und vergisst die Drohungen mit den Millionenstrafzahlungen. Denn nach EU sind solche Messungen am Fahrbahnrand gar nicht zulässig, diese Messungen somit für die Katze, oder mit andern Worten, eine klare Verschwendung von Steuergeldern. Nicht zu reden davon, dass mit Umweltzonen mit jeder Garantie kaum etwas zu erreichen ist. Wir macht mit mir eine entsprechende Wette?

09.11.2012
06:30
An 33 Tagen im Jahr zu hohe Feinstaub-Belastung in Hagen
von denhoorn | #11

Strafzahlungen an die EU??? Wovon, bitte schön, soll Hagen diese Gelder hernehmen?? Die Stadt ist doch schon pleite.

08.11.2012
17:41
An 33 Tagen im Jahr zu hohe Feinstaub-Belastung in Hagen
von firefighter | #10

Soso! Hagen drohen Strafen wegen Übertreten der Feinstaubgrenze, welche von der EU festgesetzt wurde?!?!
Heißt das, dass die Strafzahlungen an die EU erfolgen?

Ich frage mich nur, warum der Feinstaub in anderen EU-Ländern nicht gemessen, geschweige denn sanktioniert wird???
Ganz einfach: Weil Deutschland genug Geld hat um die EU zu finanzieren.

Hat das denn immer noch keiner begriffen? Ich kenne kein anderes Land mit den tollen Umweltzonen!

08.11.2012
17:10
An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von spatzenfreund | #9

gerade am hauptbahnhof fragt man sich, warum der busverkehr gegenläufig ein- und ausbiegen muss. wer plant so einen unsinn? dies führt zu einem starken rückstau. und warum die rechtsabbiegerspur richtung arbeitsamt nicht verlängert wird, indem man den vorhandenen parkstreifen in straße umwandelt. und warum gegenüber dem arbeitsamt die vielen falschparker auf der busspur geduldet werden.
viele probleme sind hausgemacht.

1 Antwort
Bahnhofsbusverkehrsregelung
von degree37celsius | #9-1

Busse haben nur an einer Seite Türen.

08.11.2012
17:06
An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von Plem | #8

Wenn die Rathaus-Galerie wegen Unanfahrbeikeit aufgrund erhöhter Feinstaubbelastung scheitern sollte, werde ich wahrscheinlich aus dem Lachen gar nicht mehr herauskommen. Ich glaube gar, ich werde vor lauter Lachen sterben. Auch ein schöner Tod. ;-)

08.11.2012
15:10
An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von fuffzigpfennig | #7

Ich bin gerade zurück von einer Tortour quer durch Hagen, da wundert einen absolut nichts mehr! Nur zwei Beispiele:

1. Da springt an der Schwenke eine Ampel auf grün, während die nächste Ampel in 30m Entfernung zwei Sekunden später auf rot springt. Generell scheinen Hagens Verkehrsplaner noch nie etwas von dem Begriff "grüne Welle " gehört zu haben. Im Gegenteil, man hat den Eindruck, die Ampeln sind mit Absicht so geschaltet, um den Verkehr auszbremsen.

2. Bei Staples werden pünktlich zu Anfang des Berufsverkehrs noch eben neue Fahrbahnmarkierungen gezogen, dafür muss natürlich eine Fahrspur gesperrt werden. Folge: Der Verkehr staut sich fast bis zum Arbeitsamt! Kommen für solche Aktionen nicht evtl. bessere Zeiten in Frage?

Unabhängig davon ist Eurokratie in Verbindung mit Hagener Inkompetenz natürlich eine explosive Mischung!

08.11.2012
12:08
An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von Susan2012 | #6

Dieser ganze Europa-Wahnsinn wird uns noch in den Ruin treiben. Während wir hier gegängelt werden, wird in den Ländern wie China auf den Umweltschutz geschi*****. Da regt sich keiner darüber auf - logisch man will ja schließlich Geschäfte machen.

08.11.2012
11:18
An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von akivoeg | #5

Ich bin mittlerweile davon überzeugt, wir werden von Wahnsinnigen regiert. Die 200 m am Finanzamt Hagen sind für den Lkw Verkehr gesperrt. Aber am Remberg, Eppenhauser Str, plus Ca 1 km weiter in Richtung A 45 und dem Autobahnzubringer zur A 1 müssen die Bürger den Lkw Verkehr ertragen. Genau das sind wohl die 2 Tage mehr für deftige Strafen.

08.11.2012
10:48
An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von Meinemal | #4

Tja, und wie passt das mit dem von EruKo-Dehm hofiertem Cargo-Beamer zusammen, der im Hagener Norden mit seiner schlechten Luftsituation weiteren LKW-Verkehr und Luftbelastung nach Hagen bringt? Ich glaube, den Sinn der Feinstaubbelastung haben diese in der Verwaltungsspitze sitzenden Parteifuzzis ehe nicht kapiert und warten nur auf ihre üppige, baldige Pension. Bestimmt fallen in den nächsten Tagen die Messgeräte aus, so dass eine 35 Tage Feinstaubbelastung im Jahr auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden kann. Tricksen, Täuschen und Vertuschen kann ja unsere allseits beliebte Kommunalführungsmannschaft!

08.11.2012
10:07
An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von carbid | #3

Tempo-30-Zonen haben genau den gegenteiligen Effefkt.
Sie drosseln nicht den Schadstoffausstoß, sondern erhöhen ihn, da die Motoren mit höherer Drehzahl laufen und Abgase weniger verwirbeln.
Aber hier zeigt sich, daß man dies ideologisch in die Verkehrsverteufelungspolitik einbauen kann.

3 Antworten
An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von fuffzigpfennig | #3-1

Ganz genau so ist es! Aber das lernen unsere ökologisch verblendeten Tempo 30-Fetischisten wohl nie!

An 33 Tagen zu hohe Feinstaub-Belastung
von lale9 | #3-2

Warum drehen die Motoren höher??
Der Fahrzeugführer muss nur richtig schalten lernen.

An 33 Tagen im Jahr zu hohe Feinstaub-Belastung in Hagen
von fuffzigpfennig | #3-3

Abgesehen davon, dass das Quatsch ist, schalten immer weniger Fahrzeugführer selbst und quälen ihre Automatik im 2. Gang durch Deutschlands Schleichzonen!

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