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Investitiionsprojekt

Altenwohnanlage soll Haus Harkorten vor dem Verfall retten

04.04.2010 | 06:00 Uhr
Altenwohnanlage soll Haus Harkorten vor dem Verfall retten

Hagen. Der Erhalt des vom Verfall bedrohten Freiguts Haus Harkorten in Haspe rückt in greifbare Nähe.

Der Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft (HEG) wurde jetzt vom Rat grünes Licht dafür gegeben, die Flächen rund um das Herrenhaus-Ensemble im bergischen Rokokostil für Einfamilien- und Doppelhäuser zu erschließen und zu vermarkten. Insgesamt sollen auf den Wiesen entlang der Harkortstraße 60 Baugrundstücke entstehen. Außerdem möchte auf einem Drittel des Areals die Hildener BAV-GmbH, eine Projektentwicklungsgesellschaft mit dem Schwerpunkt Bauherrenmodelle für Seniorenimmobilien, eine Residenz mit 80 Pflegeplätzen und 35 altenbetreuten Wohnungen errichten.

Gastronomieeinheiten ziehen in den Fachwerkbau

Haus Harkorten. Foto: Marco Siekmann

Zentraler Bestandteil des geplanten „Seniorenwohnparks Freigut Harkorten”, der bereits ab Oktober 2011 von der Kölner CMS-Dienstleistungsgesellschaft betrieben werden soll, sind die Gastronomieeinheiten in dem denkmalgeschützten, zweigeschossigen Fachwerkbau. Insgesamt, so soll es vertraglich festgeschrieben werden, muss der private Investor 1,5 Millionen Euro in die Restaurierung von Haus Harkorten stecken. Eine Summe, die wesentlich dazu beitragen wird, dass das Geburtshaus von Friedrich Harkort, der auf Burg Wetter seine Mechanischen Werkstätten gründete und damit zum Pionier des Industriezeitalters an der Ruhr wurde, erhalten werden kann.

Die HEG möchte im Rahmen des Millionen-Deals das gesamte Gelände (ca. 100 000 Quadratmeter) erwerben. Hier sind die Gespräche über den tatsächlichen Erschließungsaufwand sowie die Kaufpreisverhandlungen mit dem Bauträger BAV allerdings noch nicht abgeschlossen. HEG-Geschäftsführer Hans-Joachim Bihs geht davon aus, dass im Mai Klarheit besteht. „Das Interesse an frei bebaubaren Grundstücken ist in Hagen weiterhin da - hier ist in den vergangenen Jahrzehnten einfach zu wenig gemacht worden”, sieht Bihs keine Probleme, die Flächen, für die bereits Baurecht besteht, zu vermarkten. Zumal die HEG bei erschlossenen Grundstücken ähnliche Kostensicherheit wie bei einem Fertighaus garantiert.

Frei bebaubare Grundstücke am Köhlerweg auf Emst

Darüber hinaus kümmert sich die HEG in den nächsten Monaten um die Erschließung und Vermarktung von etwa acht bis zwölf Wohnbaugrundstücken am Köhlerweg auf Emst. Auch hier sind auf einer Bruttofläche von etwa 8000 Quadratmetern Einfamilien- und Doppelhaushälften vorgesehen. „Da dort bereits in Kürze Baurecht geschaffen werden soll, könnten hier unter günstigen Voraussetzungen noch in diesem Jahr die Bagger rollen”, möchte Bihs auch in diesem Bereich die Stadtentwicklung vorantreiben. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Köhlerweges errichtet die Hagener Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft für die Caritas eine Altenwohnanlage.

Martin Weiske

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Kommentare
05.04.2010
19:42
Altenwohnanlage soll Haus Harkorten vor dem Verfall retten
von eversbuschpinchen | #4

wie ich gehört habe soll sich die evopark-hobein alias hauck mit den neuen eigentümern getroffen haben. die waren so begeistert vom charme dieser kompetenten frau daß sie aus dem haus lieber eine kneipe machen. spaß beiseite. ich finde die idee eines museums oder einer ausstellung im harkort haus nicht schlecht. vielleicht hält hobein-hauck mal ihren mund und merkt, daß sie nervt, und läßt fachleute ran.

05.04.2010
16:32
Altenwohnanlage soll Haus Harkorten vor dem Verfall retten
von BoelerMädel | #3

Es ist mir unverständlich, warum die Stadt Hagen dieses Kleinod nicht als Museumsstandort nutzt. Stattdessen soll da jetzt ein Restaurant rein - unglaublich! Ein Haus mit einer so herausragenden Geschichte!!!

05.04.2010
12:01
Altenwohnanlage soll Haus Harkorten vor dem Verfall retten
von mpk.ber | #2

Das Tafelsilber steht zum Verkauf, wer will nochmal, wer hat noch nicht?

05.04.2010
10:38
Altenwohnanlage soll Haus Harkorten vor dem Verfall retten
von cyclist | #1

Das war ja abzusehen, dass Gut Harkorten zugebaut und verramscht wird. Vom Charakter des Gutes bleibt dann nichts übrig. Und ob bei dem Deal gausreichend Denkmalschutzbelange berücksichtigt werden? Hagen hat ja kaum noch herausragende schützenswerte Bausubstanz. Haus Harkorten prangt in vielen Hochglanzbroschüren und Reiseführern.

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