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Alte Schmiede im Steinbachtal: Bald gibt's wieder Kaffee

20.06.2007 | 09:24 Uhr

Breckerfeld. (sie) Helmut Kühne wird heute 70 Jahre alt - und zu diesem runden Geburtstag macht der fünffache Großvater sich selbst und seinen Gästen ein ganz besonderes Geschenk: Anfang Juli macht er die Alte Schmiede im Steinbachtal wieder auf, ganz so

"

Fünf Jahre ist es her, dass er sein letztes Weinfest gefeiert und nach 38 Jahren das beliebte Ausflugslokal geschlossen hat. Seither ist viel geschehen - und vor allem eins immer wieder: "Leute kamen vorbei und sagten, es sei doch schade, dass es hier nichts mehr gibt." Er habe sich schon kaum mehr vor die Tür getraut, erzählt Kühne, "jetzt kann ich sagen, Sie kommen nur ein wenig zu früh."

Die Alte Schmiede ist Teil seines Elternhauses: "Ich kam in dem gleichen Zimmer zur Welt, in dem auch mein Vater geboren wurde." Und als Kind habe für ihn eins fest gestanden: "Ich wollte Bauer werden." Das musste er dann auch schon früh, als sein Vater die Landwirtschaft nicht mehr bewältigen konnte. 1961 dann lernte er seine spätere Frau Maria kennen, die er 1963 heiratete und mit der er drei Töchter bekam. Ende des Jahres 1964 dann kam er zur Gastronomie. "Angedacht war, den Ski- und Schlittenfahrern hier am Hang eine heiße Suppe anbieten zu können und Tee oder Kaffee", erinnert er sich. Aber im Sommer kamen die Gäste wieder, als Spaziergänger - das Ausflugslokal war geboren.

Und Helmut Kühne wurde ein Wirt mit Leib und Seele, der jeden Gast mit Handschlag begrüßt. Ein Mann, der sich auch darüber hinaus in vielen Bereichen engagiert hat und es noch tut: So war er über 30 Jahre lang Vorsitzender des Wirtevereins und hat die Gastronomie auch in der EN-Agentur vertreten. Ebenso viele Jahre im Heimatverein, ebenso wie den Bereich Tourismus, für den er sich inzwischen im Stadtmarketing-Verein stark macht.

Und zur Stärkung des Tourismus, das weiß er, ist auch Außengastronomie nötig. Mit ein Grund, warum er sein Lokal wieder öffnet. Außerdem: "Die Schmiede ist immer mein Leben gewesen, 38 Jahre lang, und was man immer gerne gemacht hat, wird einem auch mit zunehmendem Alter nicht zur Last." Dennoch: Allein hätte er den Schritt nicht gewagt. Aber nach dem Tod seiner Frau hat er in Elke Meinecke eine neue Partnerin gefunden, die ihn tatkräftig unterstützen will.

Künftig wird die Alte Schmiede als Nichtraucherlokal geführt, mit Kaffee-Spezialitäten und selbstgebackenen Kuchen und Torten, aber auch mit Schinken- oder Käsebroten zum Bier oder zum Schoppen Wein. Eine neue Terrasse bietet draußen dicht am Haus Platz für rund 25 Gäste, für größere Gruppen steht nach Voranmeldung auch der Biergarten zur Verfügung, so Kühne. In losen Abständen lade er auch weiterhin zu Steakabenden ein.

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