Als Wohnort wird Hagen weniger geschätzt

Im Vergleich zu den Nachbarstädten kann sich das Steueraufkommen in Hagen sehen lassen. Das hiesige Finanzamt verbuchte 2014 nicht nur mehr Gesamteinnahmen als die Behörden in Iserlohn, Schwelm und Witten (was angesichts der höheren Bevölkerungszahl nicht verwundert), sondern mit 5065 Euro auch ein höheres Pro-Kopf-Aufkommen (Iserlohn: 3854 Euro, Schwelm: 4859, Witten: 3777). Die Lohnsteuer, die ein Unternehmen an das örtliche Finanzamt zu überweisen hat, ist in Hagen pro Kopf sogar höher als in Dortmund.

Lediglich bei der Einkommensteuer (Hagen: 63 Mio. Euro, Iserlohn: 129 Mio., Schwelm: 75 Mio., Witten: 85 Mio.) hinkt die Stadt deutlich hinter den Nachbarkommunen her. Das ist ein starker Indikator dafür, dass Hagen als Arbeits-, aber nicht so sehr als Wohnort geschätzt wird. Denn die Einkommensteuer muss jeder Bürger an das Finanzamt zahlen, in dessen Bezirk er seinen Wohnsitz hat.