Abrissbagger an Hildegardis-Schule

Michail Anastasiou und Daniel Iftode
Michail Anastasiou und Daniel Iftode
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Abriss des Hildegardis-Gymnasiums hat begonnen. Mitarbeiter der Hagener Abbruchfirma Ranft rückten der seit einem Jahr leer stehenden Schule gestern mit schwerem Gerät zu Leibe.

Hagen-Mitte.. Der Abriss des Hildegardis-Gymnasiums hat begonnen. Mitarbeiter der Hagener Abbruchfirma Ranft rückten der seit einem Jahr leer stehenden Schule gestern mit schwerem Gerät zu Leibe und rissen Aula und Kapelle nieder. Sind die Trümmer weggeräumt, soll auf dem angestammten Areal an der Zehlendorfer Straße ein neues Schulgebäude entstehen, das in zwei Jahren bezugsfertig ist. Dann werden Schüler und Lehrer, die 2014 ins ehemalige Telekom-Gebäude auf dem Höing abgewandert sind, an ihren alten Standort zurückkehren.

Neuesten Berechnungen zufolge werden Sanierung und Erweiterung der in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn stehenden katholischen Schule mehr kosten als die ursprünglich veranschlagten 18,7 Millionen Euro. „Mit dieser Summe kommen wir nicht hin“, verriet gestern Schulleiter Dr. Christoph Jost. Wie teuer der Neubau letztlich wird, steht derzeit nicht genau fest. Dennoch stehen die Verantwortlichen nach wie vor zu der Mammutaufgabe, die Abriss und Neubau darstellen: „Vieles im alten Gebäude war nicht mehr zeitgemäß, wir hatten Probleme mit Feuchtigkeit und Heizung. Ja wir freuen uns auf die neue Schule“, betonte Jost.

Aula für 400 Gäste

Der Neubau wird der Schule, bisher ein Sammelsurium heterogener Bauweisen, ein einheitliches, markantes Gesicht verleihen. Dafür soll schon der zur Zehlendorfer Straße hin gelegene, deutlich als Portal erkennbare Haupteingang sorgen, in dessen Nähe auch die Kapelle, die den konfessionellen Charakter der Schule unterstreicht, liegen soll. Die Oberstufe erhält einen eigenen Bereich mit Aufenthalts- und Klassenräumen, die Fachräume werden in einem zweigeschossigen Neubau konzentriert, die Caféteria wird mit einer Küche ausgestattet.

Lediglich der Altbau des jetzigen Gebäudekonglomerats soll in seiner Substanz erhalten, jedoch grundlegend saniert werden. Die Fassade ist bereits abgeklopft worden, die alten Dämmschichten aus Mineralwolle wurden entsorgt. Die in späteren Zeiten errichteten Gebäudeteile werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Dazu gehören zum Beispiel die Sporthalle, die Caféteria und die Aula. Auf den neuen Versammlungsraum freut sich der Schulleiter ganz besonders, denn er soll Veranstaltungen mit bis zu 400 Gästen ermöglichen. Damit werden dort zukünftig auch Abiturfeiern möglich sein (in diesem Juni fanden Abiball und Zeugnisausgabe in der Stadthalle statt).

Doch in den nächsten beiden Schuljahren wird das Gymnasium seine Heimat weiterhin auf dem Höing haben – eine Interimslösung, mit der Schulleiter Jost ausgesprochen zufrieden ist: „Der Umzugsbeschluss war für uns ein echter Befreiungsschlag.“ Denn so kann der Neubau schneller vorangetrieben und der Unterricht ohne störenden Schmutz und Baulärm durchgeführt werden.