Abbitte leisten

„Nur wer bereut, dem wird verziehen“, wusste schon der große Dichter Dante Alighieri (1265 - 1321); und diese Weisheit habe ich seit jeher zu meiner ehernen Maxime auserkoren.


Deshalb empfinde ich es geradezu als meine Pflicht, an dieser Stelle Abbitte zu leisten und mich förmlich bei der Stadtverwaltung zu entschuldigen, über deren Arbeitstempo ich auch schon mal weniger freundliche Worte verloren habe. In der vergangenen Woche wartete ich auf eine Sendung des Ordnungsamtes, die mir am Vormittag telefonisch zugesagt worden war. Nun ja, schoss es mir durch den unwissenden Kopf, da werden wohl einige Tage ins Land ziehen, bis besagter Umschlag eintrudelt.


Denkste! Bereits am Nachmittag desselben Tages lag das Kuvert nebst freundlichem Anschreiben in meinem Briefkasten; offenbar hatte sich ein städtischer Mitarbeiter stante pede auf den Weg nach Hohenlimburg gemacht. Das nenne ich mal eine perfekte Dienstleistung. Vorbildlich!


Also, liebe Mitarbeiter der Hagener Verwaltung: Hiermit gelobe ich, nie wieder negativ über Sie zu berichten. Hmmm, nein, kleine Korrektur – zumindest in dieser Woche nicht mehr. Oder, noch besser: auf jeden Fall heute nicht. Ich hab’ jetzt nämlich Feierabend.