80 Grundschulkinder bleiben ohne Platz
12.12.2009 | 14:00 Uhr 2009-12-12T14:00:00+0100Hagen. Die Stadt Hagen wird auch im nächsten Schuljahr nicht allen Grundschulkindern, deren Eltern das wünschen, einen Platz im Offenen Ganztag zur Verfügung stellen können.
Einer Prognose der Verwaltung zufolge dürften beim derzeit laufenden Anmeldeverfahren in etwa so viele Familien das Nachsehen haben wie 2009, als 80 Kinder keinen Platz bekamen.
Die 36 Hagener Grundschulen werden zurzeit von 7010 Kindern besucht. Bis auf die Grundschulen Helfe und Spielbrink haben inzwischen alle ein Ganztagsangebot eingerichtet, für das 1825 Plätze zur Verfügung stehen. Die Stadt erfüllt damit das gesteckte Ziel, 25 Prozent aller Grundschüler im Ganztag unterbringen zu können. „Und wir haben faktisch Vollbelegung”, meldet Horst Hermann, Leiter der Schulorganisation im Rathaus.
Wachsende Beliebtheit
Die Ganztagsbetreuung erfreut sich ständig wachsender Beliebtheit. Seit der Einführung des Angebotes in Nordrhein-Westfalen vor fünf Jahren melden Jahr für Jahr mehr Eltern ihre Kinder an. Mit Beginn des Programms am 1. August 2004 waren es 34 726 Grundschüler, im laufenden Schuljahr sind es 202 742. Auch in Hagen weist der Trend kontinuierlich nach oben.
Doch obwohl die Anmeldungen die Zahl der Plätze mittlerweile übersteigen, will die Stadt keine weiteren Ganztagsgruppen einrichten. Vielmehr werden die Plätze im Rahmen einer Prioritätenliste verteilt: Kinder berufstätiger, vor allem alleinerziehender Eltern sowie Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten oder besonderem Förderbedarf würden bevorzugt berücksichtigt, so Reinhard Goldbach, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales.
Aber auch Eltern, die nicht zum Zuge kommen, kann letztlich geholfen werden. Sie können für die Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder eine Tagesmutter mit staatlich geprüfter Qualifikation engagieren. Die Kosten sind, je nach Betreuungsdauer, mit denen im Offenen Ganztag der Grundschulen vergleichbar.
15:00
Weil die Eltern, ohne zu arbeiten, die Schulausbildung ihrer Kinder nicht finanzieren können!
Da gibt es ein altes Kinderlied, das beginnt: Wollt ihr wissen, wollt ihr wissen....
Und es endet: Alles dreht sich im Kreis!
13:38
Wenn die Kinder wichtig sind, warum werden sie dann den ganzen Tag in die Schule abgeschoben?
20:51
Hauptsache, das neue Kunstquartier wird finanziert.
Ist ja auch viel wichtiger als unsere Kinder!???
17:25
Der letzte Absatz ist köstlich. Stammt dieser vom Redakteur?
Tagesmutter mit staatlich geprüfter Qulifikation.
Toll, wenn man weiss, wie diese Qulifikation in Wirklichkeit aussieht.
Die Kosten sind vergleichbar, ....
Auch wieder toll.
Wenn man weiss, dass die Stundensätze von den Kommunen bestimmt werden.
Noch etwas, eine Tagesmutter die über den Satz von 400 EURO pro Monat verdient, nimmt
Vater Staat durch Steuern und Sozialabgaben einen grossteil ihres Verdienstes.
Ausweg, entweder mehr Stunden und Tageskinder, was aber auch nicht so einfach geht.
Oder ein Nettolohn von 1,99 EURO/Std. pro Kind.
Besserer Ausweg wäre, das Angebot von Offenen Ganztag zu erhöhen.
Aber das geht schon mal garnicht bei klammen Kommunen.
Deshalb wird weiter so ein Quatsch in die Welt posauniert.
Der dumme Bürger wird es schon glauben.