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5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr

17.04.2010 | 08:00 Uhr
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr

Hagen. Rund 5000 Hagener haben per Unterschrift ihre Solidarität mit der Feuerwehr bekundet. Am 29. April soll auf dem Landesfeuerwehrtag der Gewerkschaft Verdi die Liste an OB Jörg Dehm überreicht werden. 1000 Wehrleute werden an diesem Tag in Hagen erwartet. Sie fordern eine angemessene Bezahlung.

Dass ausgerechnet der sparsamste aller Amtsleiter, Feuerwehrchef Horst Wisotzki, jetzt eine Unternehmsberatung im Haus hat, die für gut 22 000 Euro den von ihm erarbeiteten Brandschutzbedarfsplan unter die Lupe nimmt, ist für den Personalratsvorsitzenden Thomas Knutzen ein ziemlich schlechter Witz: „Aber vielleicht geht der Schuss ja nach hinten los und es kommt heraus, dass wir personell unter Soll arbeiten”.

Die Wut der Kollegen, die teilweise seit Jahren auf eine ihrer Ausbildung angemessene Bezahlung warten, habe durch diese Maßnahme, die offensichtlich auf weitere Einsparungen im örtlichen Brandschutz und Rettungswesen abziele, einen Höhepunkt erreicht, berichtet Knutzen. Und verweist darauf, dass die Feuerwehr als einziges Amt die Vorgaben aus dem ersten Sparpaket hundertprozentig umgesetzt habe. Zudem habe die Feuerwehr durch freiwillige Vereinbarungen zur auf EU-Recht basierenden Arbeitszeitänderung der Stadt eine sechsstellige Summe erspart, die sonst für Neueinstellungen fällig gewesen wäre.

Gegen Beförderungsstopp

Seit dem vergangenen Jahr macht Hagens Feuerwehr gewissermaßen federführend für Kollegen in anderen Nothaushaltsgemeinden mobil gegen den von Landesinnenminister Ingo Wolf für solche Kommunen verhängten Beförderungsstopp. Mit Demonstrationen, Kundgebungen und Bürgeraktionen. „Mehr als 5000 Hagener haben uns per Unterschrift bereits ihre Solidarität bekundet”, freut sich Knutzens Kollege Thomas Eckhoff. Und die sollen am 29. April auf dem Landesfeuerwehrtag der Gewerkschaft Verdi Oberbürgermeister Jörg Dehm überreicht werden.

1000 Feuerwehrleute aus ganz Deutschland werden zu der Veranstaltung auf der Springe erwartet, wie Edgar Spary, Personalratschef der Kölner Feuerwehr und Verdi-Fachgruppenleiter NRW, gestern ankündigte. „Wir wollen der Landesregierung gegenüber klar machen, dass für die Mitarbeiter der Feuerwehr die Schmerzgrenze an Zumutungen längst überschritten ist”. Obwohl dies ein Beruf sei, der die Kollegen physisch und psychisch aufs äußerste beanspruche, setze die Politik nur auf Einsparungen. Als Beispiel nennt Spary die Nichtberücksichtigung der Feuerwehrzulage bei der Pension oder die Verlängerung der Lebensarbeit für Feuerwehrleute von 60 auf 62 Jahren. „Dabei gibt es bei der Feuerwehr nicht mal einen rückwärtigen Bereich, in die die Kollegen versetzt werden könnten, die aus körperlichen Gründen für den aktiven Brandschutz nicht mehr in Frage kommen”, gibt Spary zu bedenken.

Bürger eingeladen

Thomas Knutzen hofft, dass am 29. April auch viele Bürger zur Springe kommen, wo die Feuerwehrleute nach einem Demonstrationszug nach 10 Uhr eintreffen werden. Denn es gibt auch Vorführungen. Beispielsweise führen Taucher die Strömungsrettung vor.

Reingard Kolwe

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Kommentare
21.04.2010
20:45
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von HeringYvonne | #51

zu 49.
kann mir aber leider nicht vorstellen das eine freiwillige wehr so schnell am einsatzort ist wie eine berufswehr es ist. ich bin auch bei der ff und bin stolz darauf das es in hagen eine so gute feuerwehr gibt. ich bzw alle die ich bei der ff kenne würden bzw können es gar nicht hauptamtlich machen weil sie körperlich nicht mehr bzw nie in der lage waren. ist nämlich schon ein anstrengender job und das dort die hauptaufgabe der rettungsdienst ist sollte hier auch keiner vergessen. und das ist definitiv nicht mein fall. man hört ja immer wieder das Passanten nicht geholfen haben so was wird dir nicht passieren wenn du einen Berufsfeuerwehrmann in zivil triffst. haltet durch und kämpft gegen die ungerechtigkeit. ich werde auch da sein

20.04.2010
17:58
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von Freiwillige Feuerwehr78 | #50

Eine Feuerwehr kann sein:

eine technische Einrichtung der Kommune
eine betriebliche Einrichtung Werk- und Betriebsfeuerwehr
ein privates Unternehmen, das im Auftrag der Kommune oder des Betriebes die Aufgaben einer Feuerwehr wahrnimmt beispielsweise Falck in Dänemark.
eine Truppengattung des Militärs
Je nach Bevölkerungsstruktur und -dichte sind auch die Strukturen der Feuerwehrorganisationen unterschiedlich. Sind es z. B. in Deutschland, in Österreich oder in Südtirol die Freiwilligen Feuerwehren, die den flächenmäßig größten Teil des Brandschutzes abdecken, setzen andere Länder auf Stützpunktfeuerwehren mit hauptamtlichem Personal. Die Schweiz kennt in vielen Gemeinden die allgemeine Feuerwehrpflicht für Männer und Frauen. In den meisten Ländern existiert auch ein Brand- und/oder Katastrophenschutz durch militärische Strukturen. Zugleich gibt es Länder, in denen mehrere dieser Strukturen vermischt oder parallel existieren.


Ich halte es also für besser, mehr auf die freiwillige Feuerwehr zu setzen und diesen Anteil erhöhen. Das ist effizient und läßt die unzufriedenen Feuerwehrbeamten mit einem Schlag erstummen. Sollen doch wieder in ihre alten Berufe zurückgehen und ggf. Kurzarbeitergeld verdienen.

20.04.2010
16:13
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von Paul37 | #49

#47
Richtig! Das wird oft vergessen, dass die Mehrzahl der Feuerwehrleute in Deutschland ihre Tätigkeit als Feuerwehrmann im Ehrenamt versehen!

Aber darum geht es hier doch nicht, oder? Hier geht es darum, dass die Feuerwehrleute, die von ihrem Job leben müssen, die Nase voll haben. Und immer wieder für die Fehler Anderer ihre Geldbörsen hinhalten müssen, oder?

20.04.2010
15:53
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von Exilhagener | #48

#46: Achso........und?

Eines noch in die Runde: 97 Prozent der deutschen Feuerwehrleute kommen auch ohne Bezahlung, wenn andere in Not sind, weil sie ehrenamtlich tätig sind. Da auch die üebrwiegende Mehrzahl der Berufsfeuerwehrleute erstmal Feuerwehrleute und dann Beamte sind, nerven mich diese ständigen Andeutungen hier in Richtung pass bloss auf, wenns bei Dir mal brennt, kommt keiner mehr. Solange es Feuerwehrleute gibt, wird den Bürgern - und zwar jedem - geholfen. Auch für ein der Stellenbewertung nicht entsprechendes Gehalt. Falls dies ein FW-Beamter liest und nicht einverstanden ist, möge er sich im seinen erlernten Beruf neu orientieren.

20.04.2010
14:42
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von Pflichten76 | #47

Teil Eurer Pflichten:
Manche Bürgerrechte sind eingeschränkt, z. B. erlaubt ihr Treueverhältnis zum Staat den Beamten kein Streikrecht. Sogar das Recht auf freie Meinungsäußerung ist für Beamte im Dienst eingeschränkt z. B. politische Betätigung. Ferner bestehen Verhaltenspflichten auch außerhalb des Dienstes, um das Ansehen des Staates nicht zu gefährden. Beamte sind verpflichtet, sich jederzeit über ihr Arbeitsgebiet zu informieren Informationspflicht.

20.04.2010
13:38
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von Paul37 | #46

Nach Lesen der Kommentare bekommt man den Eindruck, dass sich hier Feuerwehrleute und Hartz4-Empfänger unterhalten...

Ich persönlich habe in meinen letzten 47 Jahren noch keinen ! Feuerwehrmann in Hagen demonstrierend gesehen - also bitte nicht alle Beamten über einen Kamm scheren.

Die Beamten sind immer dann die Bösewichte, wenn es den Leuten wirtschaftlich schlecht geht. Keiner verliert ein Wort, wenn die Metaller in guten Zeiten 6 Lohnerhöhung bekommen und die Beamten nur 3.

Es wird immer unter dem Deckmäntelchen sicherer Job gekehrt. So nicht!

Ich kann verstehen, dass es irgendwann auch einem Feuerwehrmann zuviel wird und er auf die Strasse geht. Also bitte räumt ihnen auch das Recht ein.

Ich möchte den sehen, der über Jahre ! hinweg in einer führenden Position das Gehalt seiner Putzfrau bekommt und es klaglos hinnimmt.

Also bitte, sachlich diskutieren und nicht seinen persönlichen Frust in einem öffentlichen Forum herablassen.

Ich wünsche jedem Kritiker und denen, die behaupten, dass es den Feuerwehrleuten zu gut gehe, einmal in die Situation kommt, in Lebensgefahr nach dem Retter zum rufen, aber es kommt niemand.

Und eins frage ich mich, warum seid ihr denn keine Feuerwehrleute geworden? Vermutlich, weil ihr zuviel Angst habt!

Meine 5 Cent!

20.04.2010
08:53
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von unglaublich689 | #45

Wann begreifen die Beamten endlich, dass das wenige zur Verfügung stehende Geld nicht für sie, sondern zur Konsolidierung des Haushalts ausgegeben werden muß. Im gleichen Rang stehen Leute der freien Wirtschaft, die nach 30-jähriger Tätigkeit und Arbeitslosigkeit nach Hartz4 abrutschen. Die Beamten sollen mit ihrem sicheren Job zufrieden sein und der Tatsache, dass sie am 1. des Monats immer noch ihr Gehalt bekommen. Einfach lachhaft, wovon manche träumen. Es ist gesetzeswidrig, innerhalb eines Nothaushaltes Beförderungen vorzunehmen. Klarer gehts doch nicht. Was würden denn die befragten Bürger sagen, wenn ihre Müllgebühren, Gaspreise pp. in dem Maße erhöht würden, damit hierfür die Kosten der Beförderung bezahlt werden müssten? Das Ergebnis dürfte klar sein. Klappern hörte bei den Beamten schon immer zum Handwerk. Klar denkende Bürger fallen auf so etwas nicht mehr herein.

20.04.2010
07:08
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von folkes | #44

@42 und 43:

möchte gern wissen, wer Ihnen ins Gehirn geschissen hat!

20.04.2010
01:43
Blockierter Kommentar.
von bloed98 | #43

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

20.04.2010
01:32
5000 Hagener solidarisch mit der Feuerwehr
von Capito98 | #42

Feuerwehrleute werden zu gut bezahlt. Sonst könntet ihr ja jederzeit, da nur Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung erforderlich, jederzeit in Euren alten Beruf zurückgehen. Dort müsstet ihr mal wieder fürs Geld arbeiten. Ihr wisst schon genau, wo ihr es besser habt oder hattet. Jammern ist eine Eigenschaft, die den Beamten fast angeboren ist. Es gibt viele, die auf ein solches Gehabe nicht reinfallen. Ihr habt keinen Anspruch auf Beförderung - basta. Außerdam darf gesetzlich bei einem Notfallhaushalt nicht befördert werden. Capito!!!

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