45 000 Haushalte im Kreis sind unterversorgt

Für sämtliche Städte des EN-Kreises (bis auf die Modellkommune Ennepetal) werden laut Beschluss des Kreistags Netzbetreiber gesucht, die im Stande sind, eine Breitbandversorgung ohne öffentliche Zuschüsse zu gewähren. Grundlage sind Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde für Privathaushalte bzw. 100 Megabit für Gewerbebetriebe.

Stelle ausgeschrieben

Nicht zuletzt um den Markt zu erkunden, ist beim EN-Kreis die Stelle eines Breitbandbeauftragten eingerichtet worden. Ulrich Schilling soll daneben die Städte bei den Ausschreibungen begleiten, unterschiedliches Engagement koordinieren, Förderungsmöglichkeiten prüfen, für Synergie zwischen den Anbietern sorgen und Ergebnisse im Breitbandportal dokumentieren.

Die Wirtschaftsförderung (EN-Agentur) hatte im zweiten Halbjahr 2014 den Ist-Zustand im Kreis analysiert. Unterversorgte Bereiche sollten so gefunden werden. Ergebnis: Was die Breitbandversorgung angeht, liegt der EN-Kreis im oberen Drittel vergleichbarer Kreise. Bei einer Geschwindigkeit von 16 Mbit/s, die Nutzer in der Regel erwarten, um gängige Anwendungen zu verwenden, gelten 45 000 Haushalte im Kreis als unterversorgt. Betroffen sind Kern-, aber vor allem Randgebiete. Will man den kompletten Kreis mit schnellem Internet versorgen, so fallen dafür grob geschätzt laut Kreis rund 16,5 Millionen Euro Kosten an.