400 Euro pro Wohnung sind blamabel

Hoesch-Häuser..  Vergammelte Fenster, massive Fassadenschäden, Nässe in den Wohnungen und ein beklagenswertes Wohnumfeld. Dieses Bild, das sich zum Teil schon vor der Übernahme der Häuser an der Piepenstockstraße den Mietinteressenten bot, hat sich unter der Regie der KWG (Kommunale Wohnen AG) in keiner Weise zum Positiven verändert. Und da beklagt Herr Overkott tatsächlich einen Leerstand von 60 Prozent!?!


Die heute noch vorhandenen Probleme wurden bereits vor sechs Jahren in einer Mängelliste (mit Fotos) der KWG zugestellt. Was davon ist abgestellt worden?


Ich empfehle allen Hohenlimburgern einmal einen kleinen Sonntagsspaziergang durch Oege, um sich selbst ein Bild zu machen. Am besten aber hat mir die Aussage gefallen, dass die Gesellschaft Jahr für Jahr 100 000 Euro in die Wohnungen investiert. 100 000 Euro in ca. 250 Wohnungen in Oege! Das ist noch mehr als peinlich, das ist blamabel. Das sind gerade einmal 400 Euro Investitionen pro Wohnung.


Erst die Häuser als Spekulationsobjekte kaufen, dann jahrelang nichts investieren und dann auch noch nach der Kommune rufen – das ist der Gipfel. Peinlich auch - in diesem Zusammenhang dann noch auf ein mögliches Projekt als Anreiz für potenzielle Mieter hinzuweisen, das im Internet auf der Seite der Barmer Wohnungsbau GmbH beschrieben ist. Insbesondere wenn man dort lesen kann, dass ein Wohnberechtigungsschein Voraussetzung ist. Die Wohnungen werden als ideal für Familien beschrieben. 63 Quadratmeter mit einem Hauch von Luxus! Schaut man sich die Wohngegend an, muss man glauben, der Herr spricht von einem anderen Ort. Weit und breit kein Spielplatz!


Fazit: Für die KWG steht vorne der Profit und sonst nichts. Ich würde mich freuen, wenn nicht immer wieder irgend welche „Showveranstaltungen“ vor den Mietern abgezogen würden, in der dargestellt wird, wie schwer das Leben doch für Verantwortlichen einer Wohnungsgesellschaft ist. Stattdessen sollten endlich die Beschwerden und Sorgen der Mieter wirklich ernst genommen und die haarsträubenden Mängel in und an den Häusern zügig abgestellt werden. Solange Zukunftsvision und Realität so weit auseinanderklaffen, wird das nichts, Herr Overkott.


Erst einmal investieren, erst einmal Mängel beheben, erst einmal ein familiengerechtes Umfeld schaffen, und dann kann auch ein Leerstand von 60 Prozent der Vergangenheit angehören!
Gerold Vogel, Oege