329.000 Euro für Existenzsicherung des Theaters
17.09.2011 | 09:00 Uhr 2011-09-17T09:00:00+0200
Hagen.Das Land NRW unterstützt Städte, die ein eigenes Theater haben mit 4,5 Millionen Euro. Für Hagen bedeutet das eine Finanzspritze von 329.000 Euro. Dennoch reagiert Intendant Norbert Hilchenbach mit gedämpfter Euphorie.
Die Nachricht, dass 18 Städte, die eigene Theater und Orchester führen, vom Land NRW mit 4,5 Mio. Euro zusätzlich unterstützt werden, ist nicht neu. Neu sind allerdings die Summen, die - berechnet nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel - in die einzelnen Städte fließen. Hagen bekommt demnach 329 000 Euro. Auf der im Januar von Kulturministerin Ute Schäfer ins Leben gerufenen Theaterkonferenz wurde gemeinsam mit Intendanten und Kulturschaffenden über die Zukunftssicherung der Theater und Orchester diskutiert und die zusätzliche Millionenhilfe beschlossen.
Hagen bekommt eine Art „Armen-Bonus“
Hagens Intendant Norbert Hilchenbach reagierte gestern mit gedämpfter Euphorie auf die konkrete Summen-Nennung aus Düsseldorf.
Bei den 4,5 Mio. Euro handele es sich schließlich um keine stetige Zahlung, sondern einen einmaligen Zuschuss. Und die relativ hohe Summe von 329 000 Euro, die Hagen zugesprochen wurde, betrachtet Hilchenbach mit Galgenhumor: „Extrem finanzschwache Städte, die Theater und Orchester führen, werden eben besonders unterstützt durch eine Art ,Armen-Bonus’. In diesen ,Genuss’ kommen zum Beispiel Städte wie Hagen und Oberhausen. Nach dem regulären Verteilungsschlüssel wären Hagen nämlich nur 129 000 Euro zugeflossen, unter Berücksichtigung der besonders schlechten Haushaltslage wird die Volmestadt aber mit 200 000 Euro gesondert ausgestattet.“
Wie die finanzielle Unterstützung eingesetzt wird, ist noch ungewiss
Norbert Hilchenbach unterstreicht, dass es noch in den Sternen stehe, wie die 329 000 Euro in Hagen eingesetzt werden, sprich, ob die Summe ganz, zum Teil oder gar nicht ins Theater fließe, „fairerhalber muss man sagen, dass von Landesseite her immer betont wurde, dass es um die Sicherung der Existenz der Bühnen und um die Absicherung des Grundbedarfs ginge und nicht um das Schaffen von Zusatzangeboten oder -projekten. Der Intendant verhalten-optimistisch weiter: „Zweckgebunden sind für Hagen lediglich etwa 50 000 Euro. Die Summe muss - allerdings ohne speziellen Nachweis - für die Förderung von Kinder- und Jugendprojekten sowie für theaterpädagogische Maßnahmen eingesetzt werden. Für die Unterstützung des Theaters und Orchesters erhielt Hagen im Jahre 2010 - so die letzte mir vorliegende Modellrechnung von der Theaterkonferenz - 642 000 Euro Landeszuschuss.“ Nun wird der Gesamtzuschuss seitens des Landes NRW auf 971 000 Euro aufgestockt.
01:45
#33 Tippfehler sind egal. Aber wirklich gute Kommentare. Leider gibt es Leute, auch viele Lokalpolitiker, die interessieren sich noch nicht einmal für die digitalen Konserven im Internet, erst recht nicht für echte Museen und Kulturgüter. Wie man hört, haben die Rathaus-Bürokraten schon wieder einen bösen Wolf losgeschickt, um die Hagener Kultur wissenschaftlich platt und kaputt zu analysieren. Der böse Wolf bekommt dafür sogar Geld. Schäbig und in dieser Form nur in Hagen möglich! Jede andere Stadt ist stolz auf ihre Kultur und versucht alles, um sie trotz Krise zu bewahren. In Hagen ereifern sich die Politiker und Rathaus-Bürokraten geradezu gegenseitig, wer am schnellsten und am endgültigsten die ungeliebte Kultur los wird. Statt an Kultur sollte in Hagen am Verwaltungswasserkopf gespart werden. Der wird nämlich immer größer und größer!
22:38
bitte um Entschuldigung der Tippfehler... :-)
22:37
Villeicht kennen einige Leute nicht den Unterschied zwischen klassischer Musik von CD oder live von einem Orchester, einem Gemälde aus dem Internet und einem, das man im Original in eine Museum sieht, einem Schauspiel im TV oder live auf der Bühne...........
Sie sollten es einfach einmal ausprobieren.
Und dann werden sie den Unterscheid feststellen.
Und erfahren, welchen Eindruck vom Gebotenem nachhaltiger ist......
22:25
P.S.
vielleicht sollte man sachlich und nicht persönlich dieses Thema weiterdiskutieren....
22:15
Man kann ein Theater oder Museum besuchen- oder sich Kultur von z.B. SAT 1 oder RTL vermitteln lassen....
Ehrlich gesagt: da ziehe ich Museen und Theater vor....... Ist zwar teurer als der Kulturgenuss per TV (da wird ja tatsächlich hier und da von den ö.-r. Sendern wegen des Bildungsauftrags ab und zu Kultur angeboten) - das persönliche Erleben hinterläßt aber ganz andere Eindrücke......
Ob Maler- Musik- oder Schauspielkunst - diese Kunst live zu erleben und zu erfahren, kann durch nichts ersetzt werden.
Es ist eben ein Unterschied, ob man sich wie ein Hund den Fressnapf vorsetzen läßt oder sich sein Futter selbst (aus)sucht!
17:29
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11:30
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10:05
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22:01
#23 Ach, übrigens, Ihre sachlichen Analysen spreche ich Ihnen einfach ab. Denn ansonsten würden Sie nicht ständig so dämlich-vehement gegen Kultur, Kunst, Theater und Museen zu Felde ziehen. Irgendetwas ist bei Ihnen schief gelaufen. Falscher Beruf, zu wenig Gehalt, Bildungsdefizite oder Komplexe? Konsultieren Sie doch einfach einmal einen Therapeuten und Ego-Berater.
21:59
#23 Sie sind aber ein ziemlich hartnäckiger Nörgler. Denken Sie einfach positiv, das schont auch Ihre Gesundheit.
#24 Mich stört es vor allem, dass der !Hund! vom Steuerzahler unterhalten wird. Diese Leute legen sich also ein Haustier zu und lassen die Gemeinschaft dafür bezahlen.
Allerdings sind wir nun schon ziemlich OT. Hier geht es doch um Kunst und Kultur - und die ist meiner Meinung wichtiger als das Wauwauchen eines Hartz IV-Bezieherrs, auch wenn es ebenfalls stark subventioniert wird.