3000 Besucher beim Tag der offenen Tür der Hagener Polizei

Was wir bereits wissen
Die Polizei aus Hagen hatte allen Grund zur Freude am vergangenen Wochenende. Zum Tag der offenen Tür kamen rund 3000 Besucher.

Hagen.. Der Andrang war gewaltig. Unbeeindruckt von kräftigen Regengüssen am Vormittag, machten sich am Samstag zahlreiche Hagener Bürger auf den Weg zum Polizeipräsidium an der Hoheleye. Um sich dort mit der Arbeit der Gesetzeshüter ein wenig vertrauter zu machen.

Die Hagener Polizei hatte sich für den Tag der offenen Tür ordentlich rausgeputzt und ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Mit dabei war auch Nick Märtins, der zurzeit noch in Herdecke zur Schule geht. Nächstes Jahr möchte er sich bei der Polizei bewerben. „Es gibt hier unglaublich viel zu entdecken“, sagte der 17-Jährige, „hauptsächlich bin ich aber hier, um mit den Einstellungsberatern zu reden.“ Am Samstag hatte er dazu reichlich Gelegenheit.

„Viele Bürger haben Berührungsängste mit der Polizei"

Allerdings ging es der Hagener Polizei in erster Linie gar nicht darum, potenzielle Anwärter anzulocken, wie Pressesprecher Ulrich Hanki betonte: „Viele Bürger haben Berührungsängste mit der Polizei. Es geht uns einfach darum, den Hagenern ihre Polizei näher zu bringen und ihnen die Ängste ein Stück weit zu nehmen.“ Es hat funktioniert.

Das belegten zumindest die Besucherzahlen. „Über den Tag verteilt waren bestimmt mehr als 3000 Bürger bei uns zu Besuch“, freute sich Hanki über das große Interesse. Auch Polizeipräsident Wolfgang Sprogies verfolgte mit Freude das rege Treiben auf dem Gelände des Polizeipräsidiums. „Man spürt die Begeisterung der Leute, die Veranstaltung wird super angenommen. Ein Indiz dafür, dass unser Beruf zieht.“ Um ihre Arbeit noch greifbarer zu machen, stellten die Beamtem unterschiedliche Situationen aus ihrem Joballtag vor.

Crash-Simulationen sehr beliebt

Besonders viele Besucher verfolgten die beiden Crash-Simulationen. Bei der ersten Vorführung geriet ein Fahrradfahrer unter ein Auto, bei der zweiten spielten die Polizisten einen schweren Unfall mit einer eingeklemmten Person nach. Eine der Hauptattraktionen war sicherlich auch die Landesturnriege der Polizei. Mit großen Augen bestaunten vor allem die kleinen Besucher die Polizei-Akrobaten, wie diese etwa durch einen brennenden Reifen sprangen. Zum Programm gehörten aber auch Workshops zur Selbstverteidigung, das Schießen mit dem Luftgewehr oder die Simulation eines Aufpralls mit einem Gurtschlitten.

Auch das Polizeigewahrsam hatte seine Türen geöffnet, schlangenartig standen die Besucher vor den Zellen. Sogar die „Los Angelos Police Re-enactment Group“ war der Einladung der Hagener Beamten zum „Tag der Offenen Tür“ gefolgt. Die Männer sammeln originale Autos, Uniformen und Ausrüstungen vom Los Angelos Police Departement – am Samstag stellten sie ihr Hab und Gut aus. Für Frederick Falkenroth (27), der bald seine Ausbildung bei der Polizei beginnt, war der Tag ebenfalls ein lohnenswerter: „Es war einfach schön, die Polizei mal von der Bürgerseite aus zu betrachten. Man bekommt einen Eindruck davon, wie sie auf die Besucher wirkt.“ Den Besucherzahlen nach absolut positiv.