251 schriftliche Einwände gegen eine Steinbruch-Erweiterung

Zahlreiche Letmather nahmen an dem Erörterungstermin teil.
Zahlreiche Letmather nahmen an dem Erörterungstermin teil.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Die Zahl der schriftlichen Einwendungen war beachtlich. 251 Männer und Frauen hatten ihre Anregungen und Bedenken gegen die von den Hohenlimburger Kalkwerken auf Hagener Stadtgebiet geplante Erweiterung der Abbaufläche in einer Größenordnung von 5,1 Hektar eingereicht. Zehn davon waren nicht rechtzeitig oder mit formalen Fehlern behaftet eingegangen, so dass die Mitarbeiter der Unteren Umweltschutzbehörde der Städte Bochum, Dortmund und Hagen beim gestrigen Erörterungstermin im Hagener Rathaus 241 Einwände zu berücksichtigen hatten.

Tagesordnung überaus umfangreich

Die Zahl derjenigen, die dieser Erörterung bewohnten, war überschaubar. „Ich bin der einzige Anwohner vom Oeger Sonnenberg“, wunderte sich Ludger Rarbach, denn dieses Terrain grenzt bekanntlich an den Oeger Steinbruch. Als einziger Hohenlimburger Ratsherr und Bezirksvertreter war Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) erschienen, dafür aber eine starke Phalanx von Interessenten aus der Nachbarstadt um Monika Langmann, Sprecherin der Letmather Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm. Sie hatte mit Fritz Schröder, Thomas Meilwes, Ulrike Badziura (Stadt Iserlohn) und Dr. Josef Bücker (Hagen Aktiv) fachkundige Mitstreiter an der Seite.

Die Tagesordnung war umfassend und umfangreich. Unter der Moderation von Heinz-Jörg Gimpel (Untere Umweltschutzbehörde) wurden dabei sieben Themenbereiche erörtert: Landschaft, Forst, Wasser, Lärm, Staub / Staubausbreitung, Sprengungen und Sonstiges.

Zu jedem Oberbegriff gab es zahlreiche Unterpunkte. Angefangen bei der „Anlegung von temporären Laichgewässern für Geburtshelferkröten“ (Top 1.1.) bis zu „Sicherheitsleistungen zum Begleichen von Sprengschäden“ (6.6.).

„Es wird heute keine Entscheidung verkündet“, betonte Heinz-Jörg Gimpel. Die vorgetragenen Anregungen werden von der Hagener Verwaltung für die kommenden Sitzungen der Bezirksvertretung, des Umweltausschusses und letztlich des Rates der Stadt Hagen aufgenommen und in die Beratungsdrucksachen eingeflochten. Bislang, so betonte Gimpel, hätte es von den vorab bereits einbezogenen Verbänden keine Widersprüche gegeben.