24 Tonnen Schotter für den unteren Burghof

Die Hohenlimburger Kalkwerke stifteten 24 Tonnen Schotter für den Burghof des Schlosses.
Die Hohenlimburger Kalkwerke stifteten 24 Tonnen Schotter für den Burghof des Schlosses.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Am 14. August beginnen die Schlossspiele. In diesem Jahr, aufgrund der Umbau- und Sanierungsarbeiten in der ehemaligen Höhenburg, erstmals nicht im Fürstensaal und auch nicht im Schlosshof oder im Schlossgarten.

Der neue Schlossspielleiter Dario Wehberg muss sich einer besonderen Herausforderung stellen. Das überregional bedeutsame Kulturspektakel findet erstmals im unteren Burghof unter der wuchtigen Linde und im ehemaligen Schlossrestaurant statt. Dieses wurde, wie berichtet, umfangreich saniert.

Der untere Burghof stimmte die Schlossspiel-Organisatoren jedoch nicht glücklich. Denn die Bodenbeschaffenheit war schief, schräg und buckelig und deshalb insbesondere in den Abendstunden nur beschwerlich zu begehen und somit auch nicht ungefährlich.

Lange und Langer helfen

Was war zu tun?

Ein Anruf bei den Hohenlimburger Kalkwerken genügte. Die Geschäftsführer, Dr. Christian Lange und Dr. Matthias Lange, unterstützen seit vielen Jahren die Schlossspiele. Und auch das Schloss. Deshalb stellten sie bereitwillig 24 Tonnen Schottermaterial zur Verfügung, um den Boden leichter begehbar und somit ungefährlicher zu gestalten.

Die Lastwagen der Kalkwerke konnten die kleinen Steine jedoch nur bis ans Schlosstor fahren.

Und dann? Die zwölf Tonnen Frostschutzmaterial und weitere 12 Tonnen Splitt mit Schubkarren durchs Tor und dann den Berg hinauf in den Burghof bringen? Eine Herkulesaufgabe. Fast unmöglich.

Eine Lösung wurde schnell gefunden. Mit einem Anruf beim heimischen Garten- und Landschaftsbauer Klaus Langer. Der besitzt ein Transportfahrzeug, das durch den Schlossbogen fahren und somit das Material in den Burghof bringen konnte. Dort wurde es dann mit einem Kleinbagger verteilt und verdichtet. „Einen Tag Arbeit“, sagte jetzt Klaus Langer. „Mit der Schubkarre wäre das wohl kaum zu schaffen gewesen. Eine Tonne sind ca. acht Schubkarren-Ladungen.“

Maria-Theresia Konder, Vorsitzende des Freundeskreises Schlossspiele, freute sich jetzt über den ansprechenden Zustand der Burghof-Oberfläche. Rund 300 Stühle sollen darauf zu den Open-Air-Veranstaltungen aufgebaut werden.

Bühne steht an Restaurant-Wand

Die Bühne steht übrigens an der Hauswand des Schlossrestaurants, so dass die Besucher angesichts des Bodengefälles einen optimalen Blick haben werden.