19-jährige Hagenerin beurteilt die Filme in Berlin
11.02.2010 | 11:15 Uhr 2010-02-11T11:15:00+0100
Berlin/Hagen. Am heutigen Donnerstag werden die 60. Internationalen Berliner Filmfestspiele eröffnet. Neben Stars wie Till Schweiger und Leonardo Di Caprio ist auch Lisa Aylin Berns aus Hagen dabei. Die 19-Jährige sitzt in der Jugendjury.
Unter dem Jury-Vorsitz von Regisseur Werner Herzog werden am heutigen Donnerstag die 60. Internationalen Berliner Filmfestspiele eröffnet. Bis zum 21. Februar werden knapp 400 Filme gezeigt, 20 davon im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen Bären.
Auf Jury-Sitz beworben
Lisa Aylin Berns aus Hagen ist so etwas wie ein heimlicher Star dieser Jubiläums-Berlinale. Die 19-jährige Deutsch-Türkin, die im vergangenen Jahr am Hagener Fichte-Gymnasium ihr Abitur gemacht hat, gehört zu einer internationalen Jugendjury, die das Filmfestival aus ihrer Warte beurteilt.
Lisa Aylin Berns hatte sich aufgrund eines Aufrufs in unserer Zeitung um einen Jury-Sitz beworben - und wurde als eine von vier Deutschen und drei Franzosen angenommen. Die Abiturientin kommt nun direkt aus Istanbul nach Hagen, denn in der türkischen Metropole absolviert sie zur Zeit ein einjähriges Praktikum bei verschiedenen Kulturorganisationen. Natürlich werden wir Lisa Aylin in den nächsten Tagen auch vor Ort treffen und sie direkt nach ihren Eindrücken über das Berlinale-Treiben befragen.
Ben Stiller, Leonardo Di Caprio und Pierce Brosnan
Neben dem westfälischen Lokalkolorit glänzt das Filmfest aber auch noch mit anderen Besonderheiten. Zu den internationalen Stars, die dabei an der Spree erwartet werden, gehören u. a. Reneé Zellweger, Ben Stiller, Leonardo Di Caprio, Pierce Brosnan und Martin Scorsese.
Als ein besonderer Höhepunkt gilt die Aufführung der restaurierten Originalfassung von Fritz Langs „Metropolis", der am Freitagabend im Friedrichstadtpalast uraufgeführt und zeitgleich vor dem Brandenburger Tor auf einer Großleinwand übertragen wird. Die kürzlich in Argentinien gefundene Filmrolle gilt als eine cineastische Sensation und wird entsprechend mit großer Spannung erwartet.
Eine Reihe neuer 3 D-Filme
Weit in die Filmgeschichte zurück weist auch die Eröffnung des „Boulevards der Stars" mitten auf der Potsdamer Straße. Der erste Stern wird von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit und Festival-Chef Dieter Kosslick der Schauspielerin Marlene Dietrich gewidmet. Die Zeremonie ist ebenfalls für Freitag vorgesehen.
Trotz der nunmehr 60-jährigen Geschichte blickt die Berlinale aber nicht nur nostalgisch zurück, sondern auch ganz bewusst nach vorn. So sind auch eine ganze Reihe neuer 3 D-Filme angekündigt, an deren Technik die Kino-Branche in den nächsten Jahren ihr Überleben knüpft. Die Berliner Siegessäule bekommt in den nächsten Tagen sozusagen optische Konkurrenz - vom Berlinale -Symbol mit dem Bären.
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