100 000 Euro für Restaurierungen im Schloss

Schloss Hohenlimburg
Schloss Hohenlimburg
Foto: WP

Hohenlimburg..  Dem Neuen Palas von Schloss Hohenlimburg setzten die mangelhafte Beheizung und die Mauerverfugung sowie die undicht gewordenen Fenster zu. Das Gebäude wurde bauphysikalisch instabil, Schäden traten an Decken, Wänden, Fußböden, Fenster und Türen auf.

Deshalb überbringt am kommenden Freitag Rolf Klostermann, Ortskurator Sauerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Empfänger von Spenden die Stiftung seit 1991 ist, einen Fördervertrag über 100 000 Euro für Restaurierungsarbeiten am Palas des Schlosses. Julia Dettmann, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Schloss-Hohenlimburg GmbH, nimmt diesen Betrag entgegen.

Schlossspiele müssen umziehen

Auch Prinz Bentheim-Tecklenburg möchte, so die Mitarbeiter seiner Kanzlei gestern im Telefongespräch, an diesem Termin teilnehmen.

Möglicherweise wird er sich dann auch zu den weiteren geplanten Bauarbeiten und insbesondere zu den zeitlichen Abläufen äußern. Einen Interviewtermin zu diesem interessanten und in der Öffentlichkeit bereits diskutierten Thema ließ er in der vergangenen Wochen aus persönlichen Gründen platzen.

Bekanntlich müssen die Hohenlimburger Schlossspiele in diesem Jahr, wie diese Zeitung exklusiv berichtete, ins zwischenzeitlich verwaiste Schlossrestaurant und den davor liegenden Lindenhof umziehen. Das erörterte der neue Schlossspielleiter Dario Weberg im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Erschließung des Gebäudes für den Publikumsverkehr ist nämlich unzureichend.

350 Projekte werden gefördert

Zunächst wurden deshalb eine gründliche Bauschadensaufnahme, ein Nutzungskonzept und eine solide Planung erarbeitet. Die Angestellten der Schloss Hohenlimburg gGmbH erbrachten dabei, so die Stiftung Denkmalschutz in einer Presseerklärung, zusätzliche Eigenleistungen.

Jetzt können die notwendigen Restaurierungen erfolgen. Im Neuen Palas werden die Innenrestaurierung der Fußböden, die Aufarbeitung der historischen Fenster, die Restaurierung der Wandflächen, Holzvertäfelungen und Türzargen in Angriff genommen. Das Schloss gehört dabei zu den mehr als 350 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Historischer Rückblick

Szenenwechsel: Das heutige Schloss ließ Graf Dietrich I. von Isenberg aus dem Geschlecht der Grafen von Altena um 1240 als Höhenburg errichten. In der Folgezeit entwickelte sich am Fuß des Schlossberges eine Siedlung, der Kern der späteren Stadt Hohenlimburg.

Im Jahr 1288 wird die Burg erstmals erobert und fortan wechseln die Besitzverhältnisse mehrfach. Historisch und architektonisch ist sie eine der bedeutendsten Burgen Westfalens.