Zweckeler Buben laden zum „Skat kloppen“ für den guten Zweck

Die „Zweckeler Buben“ und die Hubertusschützen laden zum Preisskat am 30. Mai zu Gunsten des Kinderhospiz-Vereins.
Die „Zweckeler Buben“ und die Hubertusschützen laden zum Preisskat am 30. Mai zu Gunsten des Kinderhospiz-Vereins.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Skatverein und die Hubertus-Schützen organisieren am Samstag, 30. Mai, ein Benefizturnier zu Gunsten des Gladbecker Kinderhospiz-Vereins.

Gladbeck..  „Karten kloppen“ für den guten Zweck – dazu lädt der Skatclub „Zweckeler Buben“ gemeinsam mit den Schützen von BSV Hubertus-Zweckel am 30. Mai ein „Beim großen Benefizturnier in den Räumlichkeiten der Hubertusschützen an der Voßstraße wollten wir etwas für die gute Sache tun“, erklärt Manfred Freitag von den „Buben“ und verweist auf ein großes Veranstaltungsplakat hinter sich. Wessen Herz also für das traditionsreiche Spiel schlägt und etwa für den Kinderhospiz-Verein, der den Erlös bekommen wird, tun möchte, sollte der Einladung zum Turnier folgen.

Bereits zu Zeiten, als Skatrunden noch zum Bild in jeder Eckkneipe gehörten, hat Manfred Freitag ein Skatturnier für den guten Zweck auf die Beine gestellt. „Nach knapp 20 Jahren ist es jetzt an der Zeit, den Erfolg zu wiederholen“, dachte sich Freitag. Mitstreiter hatte er schnell gefunden. „Der Draht zu André Misch, dem Kaiser der Hubertusschützen, ist kurz“, freut sich Freitag. Nun stellt der Schützenverein an der Voßstraße die Räumlichkeiten umsonst zur Verfügung und wird die Spieler an dem Tag bewirten. Viele helfende Hände unterstützen Manfred Freitag bei seinem Vorhaben. „Das erste Mal haben wir vor einem halben Jahr miteinander gesprochen. Seit drei Monaten sind die Planungen intensiver geworden“, so der Organisator, der bei der „Turnierleitung“ von Christa Schrotmann (67) unterstützt wird.

Wem die Aussicht auf ein paar Runden Skat zu Gunsten der Kinder aber nicht genügen, der wird vielleicht von einem letzten Punkt überzeugt: Obwohl für den guten Zweck gespielt wird, kann auch etwas gewonnen werden. Die drei Podestplätze sind mit Geldpreisen dotiert. Preise aus der Gladbecker Geschäftswelt für eine Tombola garnieren das Turnier zusätzlich.

Neben den Gewinnen lockt aber sicher auch die Erinnerung an alte Zeiten an die Voßstraße. Denn während Skatrunden lange die Kneipenlandschaft im Ruhrgebiet prägten, ist es für die Skatvereine heute schwierig geworden. Gladbeck hatte früher deutlich mehr Skatvereine. Heute sind beispielsweise noch der „Gladbecker Herold“ und der „Skatclub Grand Ouvert Gladbeck“ aktiv. Den Skatverein „Zweckeler Buben“ gibt es zwar noch, doch an Ligaspielen nimmt der Club schon lange nicht mehr teil. „Skat ist eben aus der Mode gekommen, wir bekommen keinen Nachwuchs mehr. Unser ältester Spieler ist 89 Jahre alt“, erklärt Freitag, der seine Mitstreiter aber doch noch einmal im Monat „an den Tisch bekommt“. Im Haus Marnette wird dann mit gut 20 Teilnehmern gespielt. Was den einen oder anderen abschreckt: „Skat kostet natürlich etwas, aber die Preise sind Motivation genug.“ Auf die Frage, wie man neuen Nachwuchs gewinnen könnte, kommen die Organisatoren ins Grübeln: „Früher gab es keine Alternativen zum Kartenspiel. Heute gibt’s Computerspiele“, so Klaus Führer, Vorsitzender der Hubertusschützen.

Womöglich ist ja gerade ein Benefizturnier eine gute Möglichkeit, das Interesse am Skatspiel zu neu wecken. Für wen Sätze wie: „Trumpf ist die Seele vom Geschäft“, „Wer schreibt der bleibt“ oder „Karte oder Stück Holz“ wie Kauderwelsch klingen, der muss nicht von einer ersten Runde Skat abgehalten werden. Das Grundprinzip ist schnell erklärt – auch wenn es gegen alten Hasen zugegebenermaßen schwer werden dürfte. Hier die Regeln: Skat wird mit drei Personen ausgetragen. Aktiv spielt ein Alleinspieler gegen beide Mitspieler. Nach Ausgeben der Karten wird durch das sogenannte Reizen bestimmt, welcher Spieler zum Alleinspieler wird. Sobald das Spiel beendet ist, wird anhand der Kartenwerte ausgezählt, ob der Alleinspieler (61 Punkte) oder die Gegenpartei gewonnen hat. Die Punkte werden notiert, und die nächste Partie steht an.