Zum Thema Müll gibt’s Kritik und Lob für die Stadt Gladbeck

Wilder Müll wurde skrupellos auf der Wiese am Freibad entsorgt.
Wilder Müll wurde skrupellos auf der Wiese am Freibad entsorgt.
Foto: Kleineberg
Was wir bereits wissen
Eine Neubürgerin ist entsetzt über die dreckige Stadt. Ein weiterer Bürger honoriert die Reinigungsbemühungen.

Gladbeck..  Mit dem Artikel „Wilder Müll in jeder Ecke“ habe man ihr aus der Seele gesprochen, meldete sich WAZ-Leserin Irmgard Lehmann jetzt in der Redaktion. Sie sei vor drei Wochen als Neu-Gladbeckerin quasi in die alte Heimat zurückgekehrt, „und ich war entsetzt wie dreckig die Stadt ist“, so die gebürtige Gelsenkirchenerin. „Ich hatte Gladbeck immer als aufgeräumte Beamtenstadt gut in Erinnerung, so dass ich gerne zurückgezogen bin.“

Mit ihrem Mann habe sie zuvor lange Jahre in Hannover gelebt, keine absolut saubere Stadt, „man tut aber offenbar mehr gegen eine Vermüllung als hier in Gladbeck“, so die 78-Jährige. Natürlich seien auch die Gladbecker angehalten, durch ihr Verhalten für ein sauberes Erscheinungsbild selbst beizutragen. Sie wolle so auf jeden Fall am 21. März bei der Aktion „Gladbeck putzt“ mit dabei sein. Sie erwarte als Bürgerin aber auch, dass die Stadt in Sachen Sauberkeit aktiver werde.

Der Gladbecker Volker Kleineberg schickte ein Bild als Beleg in die Redaktion, dass einige Mitbürger wohl wenig Entsorgungs-Skrupel haben. „Der Parkplatz am Freibad, der über die Fußgängerbrücke zu erreichen ist, wird regelmäßig zur wilden Müllkippe“, schreibt er.

Momentan sehe es dort wieder sehr schlimm aus. „Ich gehe seit zehn Jahren mit unserem Hund dort Richtung Wittringen spazieren“, erklärt Kleineberg. Immerhin kann er so als Langzeitbeobachter berichten, dass in dem Bereich „im Ganzen nicht mehr so viel Müll wie früher liegt“. Dies sei den Pflegebemühungen der Stadt zuzuschreiben, lobt er: „Seitdem die Wiese regelmäßig gemäht wird, wirkt der Platz an sich schon nicht mehr so verwahrlost.“