Zahlen und Fakten

Die Diskussion um die kommunale Neugliederung, auch Gebietsreform genannt, dauerte fünf Jahre. Erste Überlegungen gab es auf Landesebene bereits Ende der 60er Jahre. 1973 kristallisierte sich die Glabotki-Idee heraus. Gladbeck, Bottrop und Kirchhellen sollten eine neue Stadt bilden.

Das entsprach dem Ziel der Neugliederungspolitiker, dass kreisfrei nur Städte ab 200 000 Einwohnern in einem Ballungsraum wie dem Ruhrgebiet effektiv verwaltet werden könnten.

Anfang 1974 scheiterte ein Volksbegehren gegen die Neugliederung, die am 8. Mai 1974 vom Landtag beschlossen wurde. Am 1. Januar 1975 sollte der Zusammenschluss von Gladbeck, Bottrop und Kirchhellen erfolgen.

Der Rat der Stadt Gladbeck beschloss seinerseits am 12. Juli 1974 einstimmig, beim Landesverfassungsgerichtshof in Münster Verfassungsbeschwerde einzulegen. Mit dem Nikolausurteil vom 6. Dezember 1975 wurde Glabotki für ungültig erklärt.