Gladbeck

Zahl der Touristen in Gladbeck steigt - Kurztripps angesagt

Das Hotel Van der Valk in Gladbeck trägt mit seinen Angeboten dazu bei, dass die Touristenzahlen in Gladbeck steigen.
Das Hotel Van der Valk in Gladbeck trägt mit seinen Angeboten dazu bei, dass die Touristenzahlen in Gladbeck steigen.
Foto: WAZ FotoPool
Sie bleiben in der Regel nicht sehr lange, aber immerhin. Im kreisweiten Städtevergleich konnte Gladbeck bei den Gästezahlen am deutlichsten zulegen.

Gladbeck. Der Wandel des Ruhrgebietes von der Kohle- zur Kulturregion ist spätestens seit dem Großspektakel „Metropole Ruhr.2010“ als Botschaft zunehmend in Deutschland wie im Ausland angekommen.

Die Übernachtungszahlen auch in Gladbeck klettern kontinuierlich. Bislang absoluter Boom-Monat war der August 2014 mit 8760 auswärtigen Gästen (davon 3904 aus dem Ausland), die in Gladbeck Quartier nahmen; ein Plus von 135 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Tourismus ist somit für die Stadt auch ein weiterer Wirtschaftsfaktor, der feste Arbeitsplätze bietet. In den sieben Hotelbetrieben im Stadtgebiet sind rund 150 Personen beschäftigt.

Am stärksten zugelegt

Eva Klein, Leiterin der Tourismus-Info der Stadt, hatte für den Wirtschaftsförderungsausschuss im Vortrag interessante Zahlen aufbereitet. So konnte Gladbeck im kreisweiten Städtevergleich im Betrachtungszeitraum Januar bis Oktober 2014 bei den Übernachtungen am stärksten zulegen (+61%), musste sich bei der Gästeanzahl (81 769) aber hinter Haltern (137 670) auf Rang Zwei vor dem Drittplatzierten Recklinghausen (69 968) einreihen.

Obgleich Schloss Wittringen mit seinem romantischen Trauungsangebot sogar Paare bis aus der Schweiz zum Ja-Wort ins Ruhrgebiet lockte, ist klar, wer maßgeblich für die guten Gladbecker Gästezahlen sorgt: Das Hotel der Unternehmensgruppe Van der Valk, die als Betreiber des Bottroper Alpincenters mit Paketangeboten auch viele niederländische Skifans zum Kurztrip mit nach Gladbeck lockt. Die Verweildauer ist auch bei Triennale-Gästen, die das Aufführungsspektakel in der Maschinenhalle Zweckel besuchen, denkbar kurz, im Schnitt sind es 1,6 Tage Aufenthalt bei allen Gästen.

Dass die Besucher deutlich mehr bei einem Aufenthalt entdecken könnten und hier noch viel Potenzial nach oben ist, machte Eva Klein deutlich. „Die Metropole Ruhr verfügt über rund 3500 Industriedenkmäler, 200 Museen, 120 Theater und 100 Konzertsäle.“

Viele Ziele davon können von Gladbeck über grüne Achsen, die zunehmend ausgebauten Radwegetrassen, touristisch interessant auf dem Drahtesel erreicht werden.

Dass die Stadt hier nicht untätig ist, belege die Teilnahme an diversen Touristik-Messen im Verbund am Stand des Kreises Recklinghausen, so Eva Klein.

Gut genutzt wird die niederschwellige Tourist-Info via Homepage der Stadt, rund 1050 Klicks wurden hier 2014 registriert. Ein Angebot, das aber ausbaufähig ist, zum Beispiel mit einer auch via Smartphone abrufbaren Stadtkarte, die Sehenswertes aufzeigt.