Wintereinbruch führt zu mehr Arbeitslosen

Um 142 auf nunmehr 4419 stieg die Zahl arbeitsloser Menschen im Bezirk der Agentur für Arbeit in Gladbeck. Damit liegt die Januar-Arbeitslosenquote bei 11,9 Prozent, im Dezember 2014 lag sie noch bei 11,5 Prozent, vor einem Jahr bei 12,3 Prozent.

Der leichte Einbruch auf dem Arbeitsmarkt, den Bereichsleiter Christian Schneider relativ unspektakulär nennt, ist allerdings nicht konjunkturell bedingt. „Das ist saisontypisch. Das kalte Wetter hat insbesondere die Arbeiten in den Außenberufen gedrosselt, und auch im Handel und in der Gastronomie ist die Betriebsamkeit nach dem Weihnachtsgeschäft etwas zurückgegangen.“ Ein Grund zur Sorge bestehe allerdings nicht, so Schneider weiter. Schon ab März und dann bis zum Sommer rechnet der Arbeitsmarktexperte wieder mit zunehmenden Einstellungen und einem Abbau der Arbeitslosigkeit.

Weniger gemeldete Arbeitsstellen

Auch die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen verringerte sich. So wurden nur 56 sozialversicherungspflichtige Stellen neu registriert, dies waren 27 weniger als im Dezember. Aktuell bestehen 205 offene Beschäftigungsmöglichkeiten und damit drei weniger als im Januar des Vorjahres. Eine erhöhte Nachfrage besteht bei Friseuren, Elektro-, IT- und Metallfachkräften. Gesucht sind auch Berufskraftfahrer, Erzieher und Mitarbeiter im pflegerischen Bereich.

Arbeitgeber sollten freie Stellen beim Gladbecker Arbeitgeberservice melden unter 9570-103, -107 oder 114.