Wildwest auf Gladbecks Straßen
12.02.2010 | 08:03 Uhr 2010-02-12T08:03:00+0100
Mit vielen Autofahrern, die auf Gladbecks Straßen unterwegs sind, ist nicht gut Kirschen essen: Sie halten sich nicht an Verkehrsregeln und reagieren, wenn man sie darauf anspricht, auch noch unwirsch - um es vorsichtig zu formulieren.
Das jedenfalls war der Tenor bei vielen Leser-Anrufen, die über gefährliche Ecken berichteten. Oft gestellt auch diese Frage, verbunden mit dem Wunsch nach mehr Kontrollen: „Muss denn erst ‘was passieren?“
„Hier quietschen oft die Reifen“, berichtet etwa Ingeborg Martens über die Ecke Feldhauser Straße/Frochtwinkel in Zweckel. Der Grund: Die Vorfahrt werde nicht beachtet und viele hielten es auch nicht für nötig, die Blinker zu setzen. „Auch Mütter, die ihre Kinder zum Kindergarten bringen“, so die Beobachtung der Zweckelerin. Sie beklagt sich auch darüber, hier werde nicht geräumt und gestreut. „Eine Spielgelfäche“, sagt sie.
Schon seit Jahren spreche er das Problem an, meldete sich Johannes Küpper sen. (IPRO GmbH) und meint die Parksituation auf dem südlichen Standstreifen der Europastraße. Dazu hat er jetzt auch an den Bürgermeister geschrieben. „Der Gewerbepark wird als Autohof genutzt, weil hier keine Kosten anfallen. Dadurch, dass die Lkw auf dem Standstreifen parken, wird uns beim Queren der Europastraße die Sicht nach links (Westen) genommen. Um Einsicht nehmen zu können, müssen wir fast bis zur Straßenmitte fahren. Die Situation ist durch die derzeitige Umleitung durch die Sperrung der Helmutstraße noch schlimmer geworden.“
Der von Westen kommende Verkehrsteilnehmer habe ebenfalls keine Einsicht, erschrecke, sobald er die Fahrzeugspitze der Firmenautos sehe „und zieht sein Fahrzeug in den Gegenverkehr. Das ist mehrfach passiert“.
Die Kreuzung Konrad-Adenauer-Allee/Bülser Straße nennt Udo Maximilian Strehlke als eine Gefahrenstelle: „Nicht ohne Grund wird die Signalisierung in der Nacht nicht ausgeschaltet. Zudem gibt es häufig neue Schilder nach Unfällen. Wäre dieser Knotenpunkt nicht ein Kandidat für einen Kreisverkehr?“
Die Einmündung Mühlenstraße/Hansemannstraße nennt Wolfgang Kill als gefährliche Stelle. Hier werde täglich vor allem in Berufsverkehrs-Zeiten und sehr gerne auch von Ortskundigen die rechte Fahrspur von der Sandstraße kommend als Rechts-Überholspur missbraucht. „Es wird gnadenlos rechts überholt, um weiterhin geradeaus Richtung Bottrop zu fahren und das meist mit überhöhter Geschwindigkeit. Dabei sind Rechtsabbiegepfeile aufgebracht.“ Und wenn der Geradeaus-Fahrer dann „Pech“ habe, stehe an der Hansemannstraße ein Fahrzeug, das vorschriftsmäßig am Balken anhalte. „Die ordentlichen Geradeaus-Fahrer werden mehr als zuviel zum Bremsmanöver gezwungen.“
„Wenn ich zehn Mal aus der Gildenstraße auf die Bottroper Straße fahre, wird mir acht Mal die Vorfahrt genommen“, beklagt Leser Siegfried Eing, „und zwar von Autofahrern, die aus der Ellinghorster Straße kommen.“ An beiden Straßen sei die Vorfahrt auf der Bottroper Straße zu beachten, an der Ellinghorster Straße zusätzlich die der Gildenstraße. „Hier gilt rechts vor links“, so Siegfried Eing. „Vielleicht kann man das unter dem Stoppschild mit einem Zusatzschild deutlicher machen.“
Für einen Zebrastreifen über die Horster Straße in Höhe der Kiebitzheidestraße wollen sich Eltern von Schulkindern aus dem Bereich Röttgersbank, Schulte-Rentrop-Weg, Wielandgarten stark machen. „Hier überqueren sie alle die Horster Straße, um dann Richtung Vinzenzschule, Uhlandschule, Waldorf-Schule weiter zu gehen“, sagt Andrea Baudach. Und das ist im morgendlichen Verkehr oft genug eine gefährliche Sache.“
An die Regeln für den Grünen Pfeil halte sich an der Einmündung Hornstraße/Bottroper Straße kaum jemand, moniert Friedhelm Burmester. Schon zweimal sei seine Frau fast angefahren worden, „weil die Abbieger einfach durchbrettern oder in die Kreuzung reinfahren, statt an der Stopplinie zu halten. Fußgänger und Radfahrer haben es da schwer, die Straße ungefährdet zu überqueren“.
Kurz und knapp meldet sich Friedrich W. Nagel: „Der tägliche Stress auf der Hegestraße macht bei glatter Straße dreimal mehr Spaß. Beinahe-Unfälle und abgefahrene Spiegel sind hier Alltag.“
20:38
Na super,
heute hat es mal wieder gekracht, an der Heegestraße.
Schuld war die (ACHTUNG!) helle Sonne!
Sie hat einfach geblendet!!
Na so etwas?!
Es waren also die geparkten Autos und die schrecklich helle sonne, nicht etwa die unangepasste Fahrweise...
Ich freue mich auf den nächsten Chrash!
23:37
Man hört auf zu jammern! Habt ihr keine anderen Probleme?
13:53
zu #20
nein, nicht der Bürgermeister allein, die Dumpfbacken der Ratsherren.
13:25
na siehste
ist doch der Bürgermeister wieder Schuld
19:56
Dem kann dann noch ein Erlebniss von heute hinzu gefügt werden:
Man kommt in der Fußgängerzone aus dem Hauseingang von seiner Wohnung, tritt auf das Schneefreie Stück Weg am Haus und muss sich sofort in Sicherheit bringen und anschnauzen lassen, weil ein Fahrradfahrer dort entlang rast. Man solle gefälligts aufpassen, wenn man aus dem Haus kommt!!! Gehts noch? So lange sich derart dreistes Gesindel hier herumtreibt brauch mir keiner kommen mit Fahhradfreundliche Statd, Familienfreundliche Stadt ect.
Die meistern weiter Regeln immer weiter aus, so dass irgendwann eine 0-Toleranz erreicht werden muss. Auf die warte ich jetzt, ich denke gute 40 Jahre hab ich noch, ich sehe mir dass ganze mal an, es sei denn, ich werde zuerst erwischt
19:13
Wissen eigentlich die Autofahrer Gladbecks, welches das höchste Alarmsignal im Straßenverkehr ist? Quietschende Bremsen? Bestimmt nicht. Die Hupe? Wohl kaum. Das Martinshorn? Nein.
Ein rollender B A L L!!! Denn dem folgt immer ein Kind. Autofahrer, ACHTUNG!! Es könnte dein eigenes sein. Bei diesem Verkehrszeichen handelt es sich meist um eine SPIELSTRAßE, um eine verkehrsberuhigte Zone, insbesondere Rund um den Rathausplatz und der van-Suntum-
Weg. Wir Fußgänger wollen uns in diesen Bereichen sicher fühlen. Also runter vom Gas und Schrittgeschwindigkeit. Aber viele Autofahrer, insbesondere Taxi- und Busfahrer kennen wahrscheinlich dieses Verkehrszeichen nicht. Vielmehr wird noch zusätzlich mehr Gas gegeben. Aber leider sind bisher alle Eingaben an unsere Stadtoberen, hier für mehr Ordnung zu sorgen, ergebnislos verpufft. Werden hier Verkehrsunfälle mit Personenschäden billigend in Kauf genommen?
12:23
Das rüde Verhalten im Straßenverkehr östlich des Bosporus hat inzwischen auch bei den hier Verwurzelten Gefallen gefunden. Dagegen vorgegangen wird nicht: Stopschild? Andreaskreuz? Halt zeigende Ampel, wenn ich gerade so schön rolle? DA soll ICH anhalten?! Beim Abbiegen oder Spurwechsel auch noch blinken? Wie soll ich da mein Handy bedienen?! DAS ist die neue Denkweise... Und wenn´s dann zum Unfall kommt sind natürlich andere schuldig! Und schon gar nicht mal einen Linienbus -trotz Gebot in der StVO- aus der Haltestelle ausfahren lassen. Soll der Fahrer doch zusehen, wie er seinen Fahrplan einhält und die Fahrgäste ihren Anschluss erhalten. ABER über Vorrangschaltungen beim ÖPNV maulen! Toll! ERST das Hirn einschalten, DANN losfahren...
10:44
Tja, nur noch Idioten hinterm Steuer.
19:39
Wer kümmert sich eigentlich mal bei der Stadt um die ampelanlage Bottroper/Sand-/Schützenstraße? Heute habe ich dort wieder mit vielen anderen Autofahrern nach geschlagenen 5 Minuten Wartezeit die Nerven verloren und wir sind bei Rot!! rüber. Morgens, wenn die Schulkinder auch noch unterwegs sind, wirds kriminell. Wann kommt dort endlich mal ein Kreisverkehr, die Ampelanlage scheint total im ***** zu sein.
11:15
Schon vor vielen Jahren, genau gesagt zu Zeiten des “Kalten Krieges“ machte in Gladbeck der Spruch die Runde:
Wenn die Russen kommen sind wir in Gladbeck sicher; denn hier müssen sie wegen der Straßen aufgeben.
Hat sich seit dieser Zeit doch so viel geändert und alles ist besser geworden ;-)
Schönes WE