Werke, die das Herz wärmen
21.02.2008 | 18:57 Uhr 2008-02-21T18:57:15+0100Wilhelm Abramczyk zeigt Aquarelle in der Waldorfschule: "Wandlungen meines Lebens spiegeln sich in meinen Bildern wie Silhouetten auf der Wasseroberfläche"
Eine Szenerie, die das Herz des Betrachters still und leise wärmt: Segelboote im Hafen, ein Ruderer auf ruhiger Wasserfläche - man ahnt die südliche Sonne, die sich wohl gleich mit ihren Strahlen über dieses Bild ergießt. Morgenröte, Aufbruch in einen neuen Tag - oder eher der Ausklang eines lebhaften, heißen Sommer-Nachmittags?
Wilhelm Abramczyk nennt Italien seine Wahlheimat, zwei oder auch drei Mal jährlich sucht er das Licht der Adria, der Riviera, der Toskana - auch, um sich dort inspirieren zu lassen. Der Gladbecker hat sich den Künstlernamen "Massimo" gegeben. Seine Aquarelle sind sehenswert - und sie sind nun erstmals auch im öffentlichen Raum zu bewundern.
Am Sonntag um 11 Uhr wird eine Ausstellung mit rund 35 Werken von Wilhelm Abramczyk in der Waldorfschule (Speisesaal) eröffnet. Bis zum 5. Mai sind die Bilder dort zu sehen. Der Titel der Präsentation: "Retro spek TIEFE - Lebensbilder".
Die Aquarelle zeigen Eindrücke von Reisen durch Länder und Städte - in den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelte sich die Kunst des Gladbeckers dabei immer mehr hin zum Abstrakten. Bilder "aus dem Augenblicks-Gefühl heraus" nennt Wilhelm Abramczyk diese jüngeren Werke. "Die Wandlungen in meinem Leben spiegeln sich in meinen Bildern wie Silhouetten auf der Wasseroberfläche", formuliert der 68-Jährige, der keineswegs wie ein Mann im Rentenalter wirkt, sondern eher schon wie ein frischer Jüngling - seine farbenfrohe Kunst hält eben jung.
Zur Ausstellungs-Eröffnung am Sonntag, 24. Februar, spricht Jürgen Radojewski einleitende Worte; für den musikalischen Teil sorgen Eva und Nora Nattermann (Geigen-Duo).
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