Was kosten die auswärtigen Schüler die Stadt?

Wie stark die nach Gladbeck einpendelnden Schülerinnen und Schüler den Etat belasten, sorgt die CDU-Fraktion. Denn der von der Stadt beauftragte Gutachter Dr. Ernst Rösner hatte festgestellt, dass die hohe Einpendlerzahl angesichts des allgemeinen demografischen Rückgangs der Schülerzahlen einerseits das Schüleraufkommen stabilisiere, andererseits beträchtliche finanzielle Aufwendungen durch die Stadt als Schulträger erfordere.

Die CDU bat die Stadtverwaltung daher um detaillierte Darstellung der Kosten nach den Arten des Aufwandes, insbesondere der Schülerfahrtkosten.

Eine detaillierte Kostenbetrachtung, bezogen auf die entstehenden Betriebskosten an den städtischen Schulen, sei mit vertretbarem Aufwand nicht darstellbar, antwortete jedoch der Erste Beigeordnete Rainer Weichelt. Indes beliefen sich die Schülerfahrtkosten für die auswärtigen Schüler an den Realschulen und Gymnasien in Gladbeck auf insgesamt rund 197 000 Euro, da 163 Schülerfahrausweise an Realschulen und 293 an den Gymnasien bewilligt worden seien, so Weichelt.

In diesem Zusammenhang informiert der Erste Beigeordnete die CDU-Fraktion, dass die Gladbecker Schulen nach rechtlichen Vorgaben des Schulgesetzes NRW (§ 46 Abs. 2) dazu verpflichtet sind, „auch auswärtige Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, wenn ihre Aufnahmekapazität nicht erschöpft ist“.

Zudem profitiere die Stadt Gladbeck aber auch im Rahmen der Gemeindefinanzierung von den 1020 einpendelnden Schülerinnen und Schülern. „Die Schlüsselzuweisungen des Landes in 2014 würden sich um rund 607 000 Euro reduzieren“, sagt Weichelt. Auch rund 248 700 Euro der Bildungs- und Betreuungspauschale seien auf Schulkinder aus den Nachbarstädten zurückzuführen.