Warme Mäntel für Gladbecker Häuser

An der Vehrenbergstraße werden von der Deutschen Annington mehrere Häuser energetisch saniert.
An der Vehrenbergstraße werden von der Deutschen Annington mehrere Häuser energetisch saniert.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
700 000 Euro nimmt die Deutsche Annington in die Hand, um im kommenden Sommer rund 80 Wohnungen auf den aktuellen Stand zu bringen.

Gladbeck..  Das Wohnen wird etwas teurer, doch dafür gibt’s eine energetische Modernisierung und somit die Option auf die Einsparung von aus dem Ruder laufenden Energiekosten. Rund 700 000 Euro nimmt die Deutsche Annington in die Hand, um im kommenden Sommer 80 Wohnungen auf den aktuellen Stand zu bringen. Die meisten liegen an der Vehrenbergstraße in der südöstlichen Siedlung Rosenhügel.

Ende der 50er Jahre galten sie als schick, doch die Zeit sorgte für entsprechende Patina, mittlerweile sind die Wohnungen nicht mehr auf dem Stand der Technik. Kurzum: Es muss etwas getan werden. Die 80 Wohnungen, die Annington nun energetisch auf Vordermann bringt, haben insgesamt eine Wohnfläche von rund 5000 Quadratmetern. „Dies entspricht etwa der Rasenfläche der Veltins-Arena in Gelsenkirchen“, macht Sprecher Philipp Schmitz-Waters deutlich.

Gestartet wird im Juni mit der Dämmung der Außenfassaden. Zusätzlich erhalten die Gebäude neue Geschossdeckendämmungen und energiesparende Fenster. Investiert wird auch in eine Renovierung der Treppenhäuser und die Erneuerung der Heizungsanlagen. „Die alten Kessel fliegen raus, eingebaut werden Gas-Brennwertkessel. Je nach Bedarf tauschen wir auch Heizkörper und Ventile aus.“

Die Vorteile für die Mieter lägen auf der Hand, sagt Schmitz-Waters. „Die Wohnqualität wird erhöht, 30 Prozent des Energieverbrauchs können eingespart werden.“ Doch die Investitionen werden die Miete der Bewohner – „Bis jetzt haben wir nur positive Reaktionen auf unsere Maßnahmen bekommen.“ – erhöhen. Bei rund 5,10 Euro je Quadratmeter liegen sie kalt bislang; bis zu elf Prozent können gesetzlich umgelegt werden. „Das werden wir nicht tun“, sagt Schmitz-Waters, man wolle die Mieter finanziell nicht überfordern. „Was nutzt uns eine höhere Miete, wenn anschließend die Wohnung leer steht?“

Maximal 6,8 Prozent (0,35 Euro) sollen nun umgelegt werden, wenn die Baumaßnahmen wohl im November abgeschlossen sind. „Das setzt natürlich voraus, dass das Wetter mitspielt.“ Sollte es zu Verzögerungen und damit zu längeren, starken baulichen Belastungen für die Mieter kommen, so werde man sich zusammensetzen, um eine Lösung zu finden. Dies könnten Gutscheine für Betroffene sein oder in Einzelfällen auch „ein Runtergehen mit der Miete“.

Grundsätzlich können die Mieter während der Bauzeit in ihren Wohnungen bleiben. Zudem wird eine Hotline eingerichtet, die schnelle Hilfe bei Problemen anbietet. „Die Nummer hängt im Hausflur. Darunter ist der Bauleiter 24 Stunden am Tag zu erreichen“, verspricht Schmitz-Waters.

Wohnungen fürs Alter fit machen

Modernisiert werden ab Juni folgende Häuser der Deutschen Annington: Talstraße 10, Schultenstraße 43c und 43d, Greifswalder Straße 8, Vehrenbergstraße 71, 77, 83, 85, 88, 90, 91, 92, 93, 94, 96 und 98. Die Annington ist mit etwa 211 000 eigenen und verwalteten Wohnungen sowie rund 3400 Mitarbeitern das führende deutsche Wohnungsunternehmen und an 530 Standorten präsent.

In Gladbeck bewirtschaftet der Immobilienriese über 3200 Wohnungen. Hier soll weiterhin auch in behindertenfreundliche Wohnungen investiert werden. Sprecher Philipp Schmitz-Waters zur WAZ: „Die Wohnungen sollen fit fürs Alter gemacht werden.“ Für rund 700 000 Euro wurden im letzten Jahr 70 Wohnungen seniorengerecht umgebaut.