Vordenken für eine Region mit Zukunft

Solche Zirkel werden gerne „Think-Tank“ genannt – ein paar Nummern kleiner darf man auch von Vordenkern reden. Eine Gruppe von Fachdienstleitern der Kreisverwaltung füllt diese Rolle im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Zukunftsstadt“ aus. Es geht um die Frage: Ergibt man sich ohne Gegenwehr arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitischen Abwärtsbewegungen – oder hält man dagegen, um die Zukunft zu sichern?

Der 2015 gestartete Wettbewerb geht am 1. November in Phase zwei. Unter den von einer Fachjury ausgewählten bundesweit 20 Kommunen ist der Kreis RE, bis 2018 stehen 200 000 Euro Fördergelder für die Entwicklung einer „Vision 2030“ zur Verfügung – wissenschaftlich begleitet von der Uni Duisburg Essen.

Es geht um Fragen wie: Will man eine vom Rest der Republik abgehängte Region mit kontinuierlich hoher Arbeitslosigkeit, Jugendlichen ohne Ausbildung und Siedlungen, die „Problemviertel“ werden? Oder gelingt es, dass zum Beispiel das regionale Bildungssystem und eine strategisch organisierte Digitalisierung die Region zu einem für die Wirtschaft attraktiven Standort mit Fachkräften macht?