Vorbild und Anregung - „Pulsar“ lässt die Pfunde purzeln

Wollen mit ihrer Aktion das Fasten populärer machen: Marina Bode und Benedikt Gottlieb. In der nächsten Woche geht es auf die Waage.
Wollen mit ihrer Aktion das Fasten populärer machen: Marina Bode und Benedikt Gottlieb. In der nächsten Woche geht es auf die Waage.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
„Fasten für einen guten Zweck“, heißt die aktuelle Devise der Jugendkirche Pulsar.

Gladbeck..  Ob sich Vorher-Nachher-Fotos lohnen? Das weiß der Himmel. Benedikt Gottlieb und Marina Bode sind jedenfalls fest entschlossen, bei der Fastenaktion der Jugendkirche Pulsar einige Pfunde purzeln zu lassen.

Und weil nicht nur Essen, sondern auch Abnehmen in Gesellschaft mehr Spaß macht, suchen sie „Mit-Faster“. Am Ende des Projektes sollen die Teilnehmer nicht nur zufrieden auf das Erreichte blicken können. Ziel ist auch, andere vom eigenen Gelingen profitieren zu lassen – Menschen, die wenig essen und genießen, weil sie schlichtweg nichts haben. „Fasten für einen guten Zweck“, heißt die Devise der Jugendkirche Pulsar. Die Idee stammt von Pastor Andreas Lamm, der anderenorts mit dem Konzept schon erfolgreich gewesen sei. Das Projekt erlebt in Gladbeck seine Premiere.

Apropos Abnehmen. Das Darben bei Wasser und trocken Brot auf dem mühsamen Weg zur Size Zero-Figur ist den jungen Katholiken zwischen 16 und Ende 20 wurscht. Der 25-jährige Benedikt Gottlieb erklärt: „Wir wollen das Fasten an sich populärer machen und vermitteln, dass es nicht nur um Verzicht geht.“ Die gleichal­trige Marina Bode wirft ein: „Es ist ja ganz schön, wenn man ein paar Kilos verliert, „aber ums Aussehen geht’s uns nicht.“ Der Wunsch der beiden, die bereits seit acht Jahren bei Pulsar mitwirken: „Man soll sich auf das Wesentliche konzentrieren. Fasten öffnet auch die Augen dafür, dass es anderen nicht so gut geht.“

Beispielsweise Flüchtlingen an der Boy, um die sich Schwester Brunhilde „sehr stark“ kümmere. Gottlieb berichtet: „An sie soll der Betrag gehen, den wir durch unsere Fastenaktion einnehmen.“ Woher das Geld kommt? – „Von Sponsoren, die uns unterstützen“, hoffen Gottlieb und Bode. Pro Kilo, das die Fastenden verlieren, gibt’s Geld. Benedikt Gottlieb berichtet: „Wir haben verschiedene potenzielle Sponsoren aus der Region angeschrieben.“ Sie sollen vor dem Start der Aktion einen Betrag festlegen, mit dem sie verlorene Kilos honorieren.

Für das Fasten gibt es kein allgemeinverbindliches Rezept

In welcher Form der Verzicht aussieht – dafür gibt’s kein allgemeines Rezept. Der eine lässt Fleisch auf dem Teller liegen, der andere nimmt keine feste Nahrung zu sich. Bode und Gottlieb wollen keine Süßigkeiten und keinen Alkohol anrühren.

Damit in der Gruppe von maximal 50 Fastenwilligen kein Wettstreit ausbricht, wer am meisten abnimmt, zählt der Gruppenerfolg. Marina Bode erläutert: „Am Aschermittwoch wird jeder, der mitmacht, gewogen. Das Einzelgewicht wird vertraulich behandelt, das Gesamtgewicht zählt.“ Alle steigen am kommenden Mittwoch (18. Februar) nach der 19 Uhr-Messe auf die selbe Waage; Manipulationen sind also ausgeschlossen. Erst am Karsamstag wird die Waage wieder hervorgeholt zum abschließenden Wiegen.

Das soll aber nicht heißen, dass auch die Kontakte innerhalb der Gruppe während der Fastenzeit auf Sparflamme heruntergedreht werden. Im Gegenteil: Rezepte und Sporttipps begleiten die Teilnehmer. „Über die Homepage oder Facebook“, so Bode. Sie und Gottlieb sind gespannt, welcher Erfolg sich nach der Fastenzeit einstellt . . . Auf der Waage und in der Aktionskasse.