Von Schwechat lernen
25.08.2009 | 17:37 Uhr 2009-08-25T17:37:00+0200Gladbeck. Seniorenbeirat besuchte Schwechat und informierte sich beim dortigen Seniorenbeirat.
Per Bildtelefon grüßt die Pflegekraft, Sensoren schützen vor Stürzen, die eigene Wohnung – ein virtuelles Seniorenheim: Im Institut CEIT in Schwechat entwickeln Ingenieure gemeinsam mit Senioren Produkte für Senioren. Bei ihrem Besucher in der Partnerstadt zeigten sich die Mitglieder des Gladbecker Seniorenbeirats begeistert über soviel Kreativität und Forschergeist, doch das erste Treffen mit den Kollegen vom Schwechater Seniorenrat hielt noch mehr Überraschungen parat . . .
„Dank unserer Gastgeber vom Schwechater Seniorenrat haben wir einen überaus breit gefächerten Eindruck von Wien und Umgebung erhalten – einfach toll”, schwärmt Rolf Kauls, Vorsitzender des Gladbecker Seniorenbeirats. Zu nennen wäre da etwa der größte historische Weinkeller Österreichs: „Ganz Retz ist unterkellert. Der Weinkeller erstreckt sich über eine Gesamtlänge von etwa 20 Kilometer und ist damit länger als das oberirdische Straßennetz.” Ebenso beeindruckend sei der Besuch des Wiener Praters gewesen, inklusive nächtliche Riesenradfahrt versteht sich. „Wir haben es als besonderes Erlebnis empfunden, Wien bei Nacht und den Prater bei vollem Lichterglanz zu erleben”, erinnert sich Kauls.Besichtigt wurde darüber hinaus das Geburtshaus des Komponisten Joseph Haydn in Rohrau, die Wiener Staatsoper und das Wiener Rathaus – „ein imposantes Bauwerk.”
Doch die Gladbecker interessierte vor allem auch die Frage: Was tun die Schwechater für die Senioren am Ort? „Es fand ein reger Gedankenaustausch statt, bei dem deutlich wurde: Der Seniorenrat mit seinem Vorsitzenden Walter Steiger ist eine wichtige Größe in Schwechat”, so Kauls, der sich vor allem vom städtischen Seniorenzentrum beeindruckt zeigte. „Diese Einrichtung wird von der Gemeinde finanziert und vereint Angebote für Ältere.” Es gebe etwa eine Muster-Wohnung, die zeigt, wie der häusliche Alltag – trotz Einschränkungen – erleichtert werden kann.
Bald folgt der Gegenbesuch – die Einladung nach Gladbeck ist bereits unterwegs nach Schwechat.
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