Vier Tage lang karibische Gefühle in Gladbeck

So lässt sich Urlaub in Gladbeck gut aushalten:  v.l.: Corinna, Ena und Ann-Kathrin genossen  das karibische Flair auf dem Willy-Brandt-Platz, und sogar  Hund Amy schien ganz zufrieden.
So lässt sich Urlaub in Gladbeck gut aushalten: v.l.: Corinna, Ena und Ann-Kathrin genossen das karibische Flair auf dem Willy-Brandt-Platz, und sogar Hund Amy schien ganz zufrieden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Sandstrand, Palmen, Cocktails und mehr: Vor dem Rathaus genossen von Donnerstag bis Sonntag viele Besucher Urlaubsflair vor der Haustür.

Gladbeck..  Urlaub in Gladbeck? Zugegeben, klingt komisch, war aber möglich an diesem Wochenende. Man nehme ein wenig Sand, zwei Dutzend Liegestühle und lateinamerikanische Klänge. Schon glich der Rathausplatz einer karibischen Sonneninsel. Vier Tage lang stand der Willy-Brandt-Platz ganz im Zeichen von Sommer, Palmen und Cocktails bei „'Gladbeck karibisch.“

Strand-Areal eröffnet

Donnerstag: Pünktlich um 13 Uhr sollte das Strand-Areal am Eingang der Fußgängerzone geöffnet werden. Karibisches Wetter gab es dabei noch nicht, doch am Ende des Nachmittages wichen die Wolken endlich der Sonne. Die Kleinsten bauten Burgen im Sand, hier und da wurde ein wenig Limbo getanzt und über die Liegestühle flog der ein oder andere Volleyball. Die Schuhe wurden ausgezogen und Füße und Zehen im Sand gekühlt.

Rumprobe und „Los Rumberos“

Freitag: Start ins karibische Wochenende. Wer wollte, konnte eine Geschmacksreise der besonderen Art erleben und bei der Rumprobe zehn karibische Sorten verkosten. Hintergrundinformationen über Herstellung sowie Besonderheiten des hochprozentigen Getränks wurden dazu serviert. Ein Fazit: „Lecker. Eine von den Havanna-Sorten war am besten. Mal schauen, wo ich diesen hier im Einzelhandel finde“, erklärte Beatrix Wendeling (36). Währenddessen sorgte die Band „Los Rumberos“ für Urlaubsflair.

Lange Nacht mit Rumba und Samba

Samstag. Das war eine lange Nacht auf dem Rathausplatz und alles passte perfekt zusammen. Das Wetter spielte mit das Trio von „Latino total“ heizte den vielen Besuchern richtig ein. Im Licht der untergehenden Abendsonne spielten die Musiker „Stand by me“, „Ai se eu te pego“ (Michael Teló) oder „La camisa negra“ (Juanes). Beste spanische und portugiesische Sonnenmusik. Auffällig: Das Publikum war ungewöhnlich jung am Samstagabend. Und zu den karibischen Klängen passte am besten ein frischer Cocktail. Die Verkaufsschlager: „Caipirinha“, „Sex on the Beach“ und, klar doch, „Mojito“.

Flammkuchen und Milchshakes

Doch nicht nur die flüssige Versorgung schmeckte dem Publikum. Flammkuchen, obwohl keine ausgesprochen karibische Spezialität, war ebenfalls stark gefragt. Zum Nachtisch gab es Milchshake oder auch ein Slush-Eis, ehe es auf die Tanzfläche in den Sand ging.

Open-Air-Disco bis nach Mitternacht

Nachdem die Live-Band sich verabschiedet hatte, gab es House- und Popklänge vom Band, das Areal verwandelte sich in eine Open-Air-Disco. Bis nach Mitternacht schallte der Sommersound auf der Rathaus-Insel. Und Gladbeck outete sich als Tanzstadt: Rumba, Salsa und Samba wurden sehenswert zelebriert.

Beachvolley-Ball

Sonntag: Um 12 Uhr erwachte die Stadt ein letztes Mal aus dem Karibikschlaf. Mit einem Beachvolleyball-Turnier wurde das Wochenende abgerundet. Zehn Mannschaften hatten sich angemeldet – letztlich gaben sich fünf Teams die Ehre. Zugegeben, karibisch war das Wetter zwar nicht mehr, doch die Bälle flogen trotzdem im heimischen Sand. Die Partien dabei waren durchaus spannend. Nicht verwunderlich, schließlich gaben sich die Nachwuchskräfte der TV Gladbeck Giants die Ehre im kalten und nassen Sand.

5Fazit: Nach vier Tagen Karibik-Feeling in Gladbeck zog Veranstalter Alexander Binevitch (32) (Young4mation Ltd.) eine positive Bilanz: „Gladbeck nimmt die karibischen Nächte megamäßig an“, erklärte Binevitch, der vor allem über das grandiose Wetter am Freitag- und Samstagabend glücklich war. „Es wurde lang in den Nächten und die Stimmung war herausragend.“