Vielstimmiges „Danke für die Musik“ im Schlosshof Wittringen

Die Polizeichöre Gelsenkirchen waren im Gladbecker Schlosshof Wittringen zu hören.
Die Polizeichöre Gelsenkirchen waren im Gladbecker Schlosshof Wittringen zu hören.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Auftakt des KUSSS-Programms erklang Konzert der Polizeichöre Gelsenkirchen mit der Opera School im Hof des Gladbecker Wasserschlosses Wittringen.

Gladbeck..  Das nennt man wohl einen Sommertag wie aus dem Bilderbuch! Die Sonne lacht aus dem Himmelblau, in der Wittringer Luft liegt der süßliche Duft von Blüten, irgendwo im Baumgrün zwitschern Vögel. Und was ist das Sahnehäubchen an so einem Prachttag? Richtig, ein nettes Konzert mit viel Gute-Laune-Musik. So pilgern denn an diesem Sonn(en)tag Besucher mit Kind und Kegel – und Hund! – zum Wasserschloss. Dort nehmen die Polizeichöre Gelsenkirchen Aufstellung. Ihr Konzert ist der Auftakt des KUSSS-Sommerprogramms. Und auch wenn sie den Abba-Bestseller „Money, Money“ zur Einstimmung intonieren: Dieses Konzert kostet die Zuhörer keinen Cent – mit kräftigem Beifall belohnen sie die sangesfreudigen Damen und Herren.

Warm ums Herz

Nicht nur diese sind schmuck anzuschauen in ihren weißen Oberteilen mit mohnroter Krawatte und Blütenschals zu dunklen Hosen. Auch viele der Gäste haben sich fein gemacht für diesen Ausflug ins Grüne und in die klingende Welt populärer Songs. Im Nu wimmelt es an den runden Tischen von Musikfreundinnen in luftigen Kleidern, bei den sommerlichen Temperaturen hängen schon bald die ersten Strickjäckchen über der Stuhllehne. Und einige der Begleiter entledigen sich nur zu gerne ihrer Jackets. Gut für jene, die ein legeres Outfit gewählt haben, denn Sitze auf kühleren „Rängen“ im Schatten sind rasch besetzt. Aber auch die Korbstühle an der Sonne bleiben zur hellen Freunde der Sangesfamilie nicht lange frei.

Warm ums Herz wird’s dem Auditorium beim Repertoire, das die Chöre aus Gelsenkirchen im Gepäck haben. Wer kennt nicht den Evergreen „York, New York“ oder Abba-Hits wie „The Winner takes it all“? Beliebte Stücke, die man immer wieder gerne hört . . . Statt des griechischen Weins, den Udo Jürgens besang und den die Mitwirkenden servieren, genießen die Zuhörer allerdings lieber Erdbeershake oder ein kühles Blondes.

Moderator Friedhelm Mruk, Vorsitzender des Männerchores und Moderator, kündigt Verstärkung an: die Opera School Gelsenkirchen. Chris Seidler hat den Chor, in dem junge Menschen singen, vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben und gibt den Ton an. Schon mit dem ersten Stück, dem Titelsong aus den Musical „Der Zauberer von Oz“, hat die Gruppe Fans gewonnen: Ihre deutsche Version „Hinter dem Regenbogen“ begleiten die jungen Akteure mit ausdrucksvollen Gesten. Bravo-Rufe gibt’s, als Lars Rochna, Maximilian Niedermayer und Jule Tönnies ihre Solo-Parts präsentieren – ebenfalls in Musicalbeiträgen, aus „Elisabeth“ und „Die Schöne und das Biest“. Auch Andreas Auffenberg erntet tosenden Applaus in Chris Seidlers beschwingter Eigenkomposition „Immer noch“. Ein stimmungsvoller Übergang zu Uwe Rössler am Klavier, der mit Boogie Woogie die Füße der Besucher im Takt wippen lässt.

Der Einsatz der Gäste ist ohnehin auch gefragt. Bei Volksliedern dürfen sie die Chöre kräftig unterstützen. Auf dem Programm stehen Klassiker wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ und – wie sollte es im Revier anders sein – „Glück auf, Glück auf“. Am Ende des Konzertes würden viele Besucher es mit Abbas Song sagen: „Thank you for the music“ – danke für die Musik!