Vielfalt der Musikschularbeit eindrucksvoll dargeboten

Das Publikum sah und hörte ein abwechslungsreiches Programm.
Das Publikum sah und hörte ein abwechslungsreiches Programm.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Konzert der Unter- und Mittelstufenbereiche der städtischen Musikschule zog das Publikum in seinen Bann.

Gladbeck..  Gut 400 enthusiastische und stolze Mütter, Väter, Großmütter und Großväter, Tanten und Onkel, ältere Geschwister und einige, allerdings nicht immer ganz so begeisterte, jüngere Geschwister waren zusammengekommen, um sich das Konzert der Unter- und Mittelstufenbereiche der städtischen Musikschule der Stadt Gladbeck anzuhören.

Anlass der Veranstaltung im Pädagogischen Zentrum der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule war das 50-jährige Bestehen der Einrichtung. Musikschuldirektor Rolf Hilgers, der durch die Veranstaltung führte, betonte, ein wichtiger Aspekt der Veranstaltung sei, die Vielfalt der Musikschularbeit zu zeigen. Und dies gelang mit dem gut zweistündigen Programm auch auf beachtenswerte Weise.

Probenbeginn im Januar

Zwar gab es im Vorfeld zunächst einige technische Probleme, da die Anlage der Gesamtschule defekt war. Außerdem waren zunächst zu wenig Stühle aufgestellt worden. Aber mit Hilfe des Jazzlehrers Martin Greif, der sein eigenes Mikrophon für die Moderation zur Verfügung stellte, und der fleißigen Helfer des Fördervereins, die in Windeseile die fehlende Bestuhlung aufbauten, konnte das Programm dann doch nahezu pünktlich begonnen werden. Auf der halbkreisförmig aufgebauten Bühne präsentierten im Wechsel die neun Ensembles und Orchester mit ihren rund 150 Mitgliedern eine musikalische Reise durch unterschiedliche Epochen und Genres.

Dass bei den Neun- bis maximal 15-jährigen Musikeleven nicht jeder Ton saß, lag in der Natur der Veranstaltung. Dafür dass seit Probenbeginn im Januar immer wieder neue Schüler hinzukamen und viele erst gerade angefangen hatten, überhaupt ein Instrument zu spielen, war die Qualität ganz erstaunlich.

Großartige Leistung

Sei es das Jazzensemble „Young and Foolish“ unter der Leitung von Martin Greif, das unter anderem mit „The Preacher“ von Horace Silver oder Joe Zawinuls „Mercy, Mercy, Mercy“ immer auch den jungen Musikanten Gelegenheit gab, Soloapplaus zu kassieren. Oder sei es das Unterstufenakkordeonensemble, das trotz des Fehlens der Leiterin Tatjana Pereswetow eine großartige Leistung ablieferte – immer war der Eifer der jungen Talente, die gelungene pädagogische Konzeption, aber vor allem auch die Freude am Spiel zu erkennen.

Alle Ensembles spielten abschließend gemeinsam den Kanon „Viel Glück und viel Segen“. Und das Publikum stimmte ein. Mit einem donnernden, wohlverdienten Applaus endete das Konzert.