Viele Metaller beteiligten sich am Warnstreik in Mülheim

Altersteilzeit, Zeit für Bildung und mehr Geld: Rund 10 000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter der Metall- und Elektrobranche gingen dafür dieser Tage auf die Straße. Besser könnte es aus gewerkschaftlicher Sicht kaum sein. Die Beteiligung bezeichnete der stellvertretende IG-Metall-Bevollmächtigte Jörn Meiners als „extrem gut“. Allein aus Gelsenkirchen und Umgebung waren morgens elf Busse mit mindestens 500 Gewerkschaftskollegen nach Mülheim gestartet.

Die Protestaktion fand am Rande der dritten Tarifverhandlungsrunde für die Metallindustrie statt. Was bis dahin als Angebot der Arbeitgeber auf dem Tisch lag, charakterisierte Meiners mit höflichen Worten: „Mehr als bescheiden. Wir sind Exportweltmeister. Und da will man uns erzählen, es bleibe nichts übrig!“ Ein Plus von 2,2 Prozent – inakzeptabel, so die Metaller.

In einer Verhandlungspause informierte IG-Metall-Chef Robert Sadowsky über den Stand. „Wir diskutieren heute ausschließlich das Thema Bildungsfreizeit und haben ganz und gar nicht den Eindruck, dass gar nichts möglich ist.“ Mit einer schnellen Einigung rechnete er aber nicht. „Es wird sicher eine vierte Runde geben.“