Viel Lob zum Abschied von Feuerwehrchef Josef Dehling

Viele ehemalige Kollegen und Wegbegleiter kam zum Abschied von Feuerwehrchef Josef Dehling, hier einstige Lehrgangskameraden, die dem neuen Ruheständler eine Unterstützung für eine Bootstour mitbrachten.
Viele ehemalige Kollegen und Wegbegleiter kam zum Abschied von Feuerwehrchef Josef Dehling, hier einstige Lehrgangskameraden, die dem neuen Ruheständler eine Unterstützung für eine Bootstour mitbrachten.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der langjährige Feuerwehrchef wurde bei einem Festakt mit vielen Gästen in den Ruhestand verabschiedet. BM Roland: „Er war der Vater der Kompanie.“

Gladbeck..  Noch einmal zog Josef Dehling am Mittwoch seinen Feuerwehr-Anzug an – und viele seiner Mitarbeiter taten es ihm gleich, auch wenn sie nicht im Dienst waren. Sie und viele, viele Gäste waren zum Feuerwehrgerätehaus in Rentfort-Nord gekommen, um vom langjährigen Leiter der Feuerwehr Gladbeck Abschied zu nehmen. Mit dem gestrigen Tag wechselte der 60-Jährige in den Ruhestand, und viele lobende und anerkennende Worte begleiteten ihn dabei.

Schon auf dem Vorplatz bildete sich noch vor Beginn der offiziellen Feier eine lange Schlange von Besuchern, die den scheidenden Feuerwehrchef begrüßten und ihm persönlich ihre besten Wünsche aussprachen. Drinnen hatten Wehrleute die Halle zum festlichen Saal dekoriert – war alles bereitet für die große Verabschiedung. Allseits wurde beim Festakt Dehlings Wirken in den vergangenen mehr als 20 Jahren als Feuerwehrchef gewürdigt. Er wurde gelobt als Modernisierer, als Organisator, als Visionär, als Inte-grationsfigur zwischen den einzelnen Feuerwehrteilen, als Klammer zwischen Aktiven und Ehemaligen.

Bürgermeister Ulrich Roland brachte es auf den Punkt: „Josef Dehling ist das Idealbild eines Feuerwehrmannes, der Vater der Kompanie, die Seele der Truppe.“ Der Feuerwehrchef sei eine „große Persönlichkeit“, habe Gladbecker Feuerwehrgeschichte geschrieben und werde nach zwei Jahrzehnten im Amt Spuren in der Stadtgesellschaft hinterlassen. Roland lobte Dehlings Bürgernähe und seinen „ausgezeichneten Ruf“ außerhalb Gladbecks, sei es in der Arbeitsgemeinschaft der Hauptfeuerwehren oder in der Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Partnerstädte. Mit stehendem Applaus würdigten die Gäste das langjährige Engagement des Feuerwehrchefs.

Dehling, der nach 39 Jahren bei der Feuerwehr ausscheidet, kam 1994 zur Gladbecker Wehr, deren Leitung er übernahm. Mit seinem Namen sind wichtige Neuerungen verbunden – der Bau von drei Gerätehäusern, die Sanierung und Erweiterung der Hauptwache, die Gründung der Jugendfeuerwehr, die Neuausrichtung der Ausbildung sowie die Modernisierung des Fuhr- und Löschgeräteparks. Insbesondere von Kollegen wurde die Anschaffung des hochmodernen Löschsystems „Cobra“ gelobt, das die Gladbecker Feuerwehr als eine der ersten Feuerwehren in NRW in Betrieb nahm.

Dehling selbst zeigte sich angesichts der vielen lobenden Worte – auch von eigens aus Schwechat angereisten Gästen – „ein Stück weit sprachlos“, wie er in seiner Rede gestand, aus der auch ein wenig Stolz herauszuhören war – auf die Umsetzung der 48-Stunden-Woche, den Ausbildungsstandard und den Teamgeist. Lob und Dank ging von Dehling an BM Roland für dessen Hilfe bei der Schaffung einer leistungsfähigen Feuerwehr.