Vestische stabilisiert in Gladbeck die Fahrgast-Zahlen

Eine Änderung gibt es schon länger: Die Anbindung des Bahnhofes Zweckel von der Händelstraße über die Beethovenstraße.
Eine Änderung gibt es schon länger: Die Anbindung des Bahnhofes Zweckel von der Händelstraße über die Beethovenstraße.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Nahverkehrsunternehmen freut sich, dass man den Schwund vom vergangenen Jahr stoppen konnte. 2015 will man nun an „Ergänzungen“ arbeiten.

Gladbeck..  Die Vestische konnte im zu Ende gehenden Jahr 2014 ihre Fahrgastzahlen in Gladbeck stabil halten. „Es läuft auf die bereits im vergangenen Jahr erreichten 5,7 Millionen Fahrgäste hinaus“, sagte Vestische-Sprecher Norbert Konegen im Gespräch mit der WAZ. Konegen kündigte an, dass das Verkehrsunternehmen im neuen Jahr über kleine Anpassungen im Liniennetz nachdenken werde, um sich wieder deutlicher zu positionieren und möglichst wieder mehr Fahrgäste mitzunehmen.

Wie berichtet, hatte die Vestische im vergangenen Jahr 2013 mit ihrem erst ein Jahr zuvor gestarteten neuen Buslinienkonzept deutliche Einbußen bei der Zahl der Busnutzer hinnehmen müssen. Sie waren - trotz, oder vielleicht infolge der neuen Linien - von 6,15 Mio auf 5,7 Mio geschrumpft.

Laut Konegen war man an verantwortlicher Stelle im Nahverkehrsunternehmen enttäuscht gewesen, waren doch mehr und schnellere Direktverbindungen mit Anschlüssen an die Nachbarstädte geschaffen worden. Vor allem Richtung Horst, von wo man zügig nach Essen, Gelsenkirchen und Buer kommt. „Im Stadtsüden geben uns die Zahlen auch Recht“, betont Konegen, hier habe man auf einzelnen Linien teils Zuwächse von 60 % registriert.

Allerdings schrumpften sie deutlich im Stadtnorden, wo die Vestische offenbar darunter litt, dass Verbindungen zwischen den Stadtteilen wegfielen. „Bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes müssen wir hier auch über Lösungen nachdenken“, betonte Konegen im WAZ-Gespräch. Lösungen in der Art, wie sie in Zweckel kurz nach Start des neuen Buskonzeptes beim 254er an der Beethovenstraße mit der Anbindung des Zweckeler Bahnhofes vorgenommen wurde. Wünschenswert seien sicher Direktverbindungen zwischen Rentfort und Zweckel.

Allerdings, so Konegen, können Leistungen nur umgeschichtet werden. „Wir dürfen insgesamt nicht mehr fahren, das ist politisch wie finanziell nicht machbar.“ Immerhin fahre die Vestische pro Jahr in Gladbeck rund 2 Mio Kilometer. „Das ist schon eine ganze Menge für eine Stadt in der Größenordnung von Gladbeck“, so der Vestische-Sprecher.

Ein Ansatzpunkt zur Verbesserung sei auch die spätabendliche/nächtliche Anbindung Gladbecks. Derzeit werde Gladbeck nur von drei Nachexpresslinien angefahren, eine davon (NE 19) tangiert auch nur den Braucker Süden. „Das ist eigentlich ausbaufähig.“