Verbalattacken

Zur A-52-Position der Grünen.
Um es vorweg zu sagen, ich bin nicht Mitglied des Bürgerforums!

Man sollte eigentlich davon ausgehen können, dass sich „unsere Stadträte“ um die Interessen der Gladbecker Bürger kümmern. Umso mehr hatte ich gehofft, dass

der Leser in der A-52-Presseerklärung von Mario Herrmann erfährt, wo eigentlich genau die Gegner der jetzigen offiziellen Planung der A52 und speziell das Bürgerforum irren sollen? Außer Verbalattacken war meiner Meinung nach nichts

zu lesen. Verbalattacken wie: „Hilflose Fundamentalopposition“, „Bürgerforum will möglichst viel Verwirrung stiften“, „Verfälschungen“, „unbelegte Aussagen“.

Aber es wäre nicht richtig zu behaupten, kein „Fakt“ ist in diesem Artikel. Herr Herrmann nannte uns Lesern auch einen „Fakt“: „Fakt sei, dass der Bund den Lückenschluss der A 52 durch Gladbeck, nach wie vor erreichen wolle“.

Wer die umfangreichen Berichte der WAZ gelesen hatte, wusste es allerdings schon lange. (...) Am Interessantesten finde ich die Reaktionen der Befürworter der Herrmann-Argumentation. Es erinnerte mich an eine Geschichte, die ich aus Hameln kenne, einer flötet, und das noch falsch, und alle, denen die Musik gefällt, „Faktenressistente“, „Grundstücksprofiteure/Entschädigungsprofiteure“ und nicht wenige „Verbaldemokraten“, ziehen hinterher. In manchen Städten scheinen Parteifarben - und nicht nur die der Grünen - zu

verblassen, weil sie nicht mehr die Interessen ihrer Stadt vertreten. Und dass sie was von „Kosten“ verstehen, zeigt der Schuldenstand der Stadt. Franz-J. Heinrichs