Ver.di kritisiert Stellenabbau bei Sparkasse Gladbeck

Sparkassenturm in der Innenstadt von Gladbeck.
Sparkassenturm in der Innenstadt von Gladbeck.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
„Die Sparkasse muss sich hier auf ihren öffentlichen Auftrag besinnen“, fordert die Gewerkschaft Ver.di mit Blick auf die Pläne der Sparkasse.

Gladbeck..  Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den geplanten Personalabbau in der Sparkasse Gladbeck.

„Als öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Gemeinwohlorientierung darf man sich nicht so verhalten, als stünde nur die optimale Gewinnerzielung im Mittelpunkt“, so ver.di- Gewerkschaftssekretär Björn Wißuwa.

Die Gewerkschaft betont, dass solche Pläne in einer Sparkasse mit „insgesamt zufriedenstellendem“ und sogar im Vergleich zum Vorjahr verbessertem Jahresergebnis nicht in Einklang zu bringen seien. Die Belastungsgrenze der Beschäftigten sei zudem erreicht. Daher könne ein Personalabbau erheblich zu Lasten der Kundschaft und der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Gladbeck führen.

„Die Sparkasse muss sich hier auf ihren öffentlichen Auftrag besinnen“, so Wißuwa. Dieser schließe aus gewerkschaftlicher Sicht auch eine Erwartungshaltung an die Sparkasse als Arbeitgeber hinsichtlich guter Arbeitsbedingungen ein.

Die anhaltende Niedrigzinsphase dürfe da auch nicht als Freibrief für den Abbau von Personal ausreichen. Seit einiger Zeit registriert man auf Gewerkschaftsseite mit Sorge auch veränderte atmosphärische Umgangsformen an verschiedenen Stellen. Die Gewerkschaft will ihre Mitglieder zu einer Versammlung einladen, um über weitere Schritte und Möglichkeiten zu informieren. Möglicherweise sei auch der Weg über die politischen Vertreter im Verwaltungsrat angesagt, mit der Aufforderung und Bitte, sich für die Interessen der Beschäftigten einzusetzen.