Ur-Gestein gibt den Taktstock aus der Hand
02.02.2012 | 17:55 Uhr 2012-02-02T17:55:00+0100
Gladbeck.Generationen von Erzieherinnen haben ihr pädagogisches Handwerk von Dr. Gertrud Duvenkamp gelernt – und so ließen Kollegium und Schüler der Johannes-Kessels-Akademie dieses letzte „Ur-Gestein“ der Lehrerschaft am katholischen Berufskolleg nicht gehen, ohne sie gebührend zu verabschieden. Auch wenn es der Geehrten fast peinlich war, dass „so ein großer Bahnhof“ um ihre Person gemacht wurde. Zur „Krönung“ wurde eigens für die Jubilarin ein Thron gebastelt, von dem aus sie ihr Berufsleben durch ein buntes Programm Revue passieren lassen konnte.
Mit einer großen Feier verabschiedeten sich das Lehrerkollegium, eine große Anzahl von Schülern sowie geladene Gäste von einem der letzten „Ur-Gesteine“ der Lehrerschaft in der Aula des katholischen Berufskollegs. Seit 1971 unterrichtete Duvenkamp in der Johannes-Kessels-Akademie als Fachlehrerin für „Didaktik und Methodik der sozialpädagogischen Praxis“.
Das gesamte Lehrerkollegium brachte der Geehrten ein musikalisches und auch ein rhythmisches Ständchen, zu dem sie als Fachlehrerin für Musik sofort freudig in Dirigentenhaltung einstimmte. Ihre Schülerinnen und Schüler setzten auf amüsante Art und Weise Unterrichtsmethoden in Form eines Schattenspiels um. Selbst die von der Pädagogin so oft benutzten Hohnsteiner Kasperfiguren verabschiedeten sich mit einem kurzen Stück von ihr.
„Wir mögen sie sehr, hatte doch ihr Unterricht auch immer etwas Spielerisches. Eine Lehrerin zum Anpacken für gute und schlechte Zeiten, kurzum eine Frau mit Herz und Verstand“, so der Tenor der Schülerschaft. Sogar Berufspraktikantinnen hatten sich freigenommen, um an der Verabschiedung teilzunehmen. Sie brachten „ihrer Lehrerin“ einen großen Koffer voller Dinge mit, die sie nun im Ruhestand gut gebrauchen kann.
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