Unterstützung für Rau-Haus in Minsk

An das Wirken des ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten und Bundespräsidenten Johannes Rau erinnert das Johannes-Rau-Haus in Minsk. Es wird vom IBB (Internationales Bildungs- und Begegnungswerk) Dortmund getragen.

Auf einer Gedenkreise anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus in der Weißrussischen Hauptstadt Minsk sprach jetzt Volker Musiol über mögliche Formen der Unterstützung für die Arbeit des Johannes-Rau-Hauses mit Mathias Platzeck, dem ehemaligen SPD-Bundesvorsitzenden. Er war Schirmherr dieser Konferenz und zählt genauso wie Henning Scherf zu den Förderern des IBB in Minsk.

Peter Junge-Wentrup, der Geschäftsführer und Motor dieses internationalen Projektes, das die Errichtung einer Gedenkstätte und einen ständigen Dialog als Ziel verfolgt, brachte die Gründung eines Deutsch-Weißrussischen Jugendwerkes in die Diskussion ein.

Diesen neuen Ansatz besprachen Platzeck und Musiol bei mehreren Gesprächen.

Das Johannes-Rau-Haus, also das SPD-Parteibüro am Goetheplatz in Gladbeck, könnte z. B. diese Idee unterstützen. „Es liegt an uns, die Namensgebung langfristig mit Inhalten zu füllen. Im Sinne von Johannes Rau, der wie kein anderer für Versöhnung und Dialog stand“, unterstreicht Volker Musiol, der zugleich an ein Zitat von Rau erinnerte: „Sagt ihnen, dass ohne Kenntnis unserer Geschichte und unserer Tradition eine menschliche Zukunft nicht gebaut werden kann.“

Gerade die junge Generation müsse diese Kenntnisse erwerben und man müsse ihr die Möglichkeiten eröffnen, diese Erfahrungen gemeinsam und im Austausch zu gewinnen. Ein Jugendwerk, das diese Begegnungen ermögliche, sei ein guter Weg, so der Wunsch von Volker Musiol, der auch auf die Unterstützung von Mathias Platzeck setzt, um die beiden Johannes-Rau-Häuser in Gladbeck und Minsk miteinander nachhaltig zu vernetzen.